Der Ultimative Fliegenpilz Guide (Anleitung, Risiken, Wirkung)

Der märchenhaft schöne Fliegenpilz gilt für die meisten Menschen auch als der Prototyp des tödlichen Giftpilzes. Doch ist er das wirklich?

Fliegenpilz Droge Anleitung Cover

Auf unserer Fliegenpilz Infoseite findest du alle wichtigen Informationen für die sichere, verantwortungsvolle und strukturierte Einnahme des Fliegenpilzes.

Disclaimer: Fliegenpilze enthalten psychoaktive Substanzen wie Muscimol und Ibotensäure, die sehr potent sind und bei falschem Verzehr zu schweren Vergiftungen führen können. Wenn dennoch beabsichtigt wird, Fliegenpilze zu konsumieren, gibt es einige wichtige Dinge, die beachtet werden sollten. Darunter: die Dosierung, die Zubereitung (Fliegenpilze sollten niemals roh verzehrt werden), die Umgebung und die Begleitung. Wir glauben, dass Informationen zur Schadensbegrenzung für die Sicherheit der Menschen unerlässlich sind. Aus diesem Grund soll dieser Leitfaden die Sicherheit derjenigen gewährleisten, die sich für den Gebrauch dieser Substanz entscheiden.

Übersicht

Der Fliegenpilz (lat. Amanita Muscaria) hat einen auffälligen roten Schirm mit weißen Punkten. Seine Kappe enthält die psychoaktiven Stoffe Ibotensäure, Muscarin und Musicomol. Letzterer bewirkt die Bewusstseinserweiterung, die meist als psychotrop bezeichnet wird, selten psychedelisch.

In unserem Kulturkreis gilt der Fliegenpilz weitestgehend als giftig. Das liegt an der Unverträglichkeit der Ibotensäure des Frischpilzes, die sich aber beim Trocknen weitestgehend zu Muscimol decarboxyliert. Verstorben ist an ihm jedoch nachweislich noch keiner. Seine Verwendung zu Rauschzwecken hat Tradition. So soll er schon in der Antike zu religiösen Ritualen gedient haben (Muraresku). Indigene Stämme auf der ganzen Welt machten seit jeher von ihm Gebrauch. Die Germanen nannten ihn „Wotan’s Fleisch”, auch die Priester der Maya sollen den Fliegenpilz benutzt haben. Sibirische Schamanen sammeln den Fliegenpilz seit Jahrtausenden.

Frisch ist der Fliegenpilz unbekömmlich, aufgrund des hohen Gehalts an Ibotensäure. Diese wandelt sich beim Trocknen weitestgehend in Muscimol um.

Der Rausch kann sehr unterschiedlich ausfallen. Berichtet wird von Ekstasen und Visionen, aber auch ein tiefer Schlaf kann eintreten. Bei manchen Menschen wirkt er gar nicht (non responder).

Obwohl es über 3200 Veröffentlichungen wissenschaftlicher Forschung zu dem Wirkstoff Muscimol an sich gibt, laufen die ersten Studien zu seinem therapeutischen Nutzen jetzt erst an.

Wirkung

Der Rausch wird auch als Fliegenpilz-Pantherpilz-Syndrom bezeichnet. Doch meist ist damit eher die Vergiftung durch die Ibotensäure des frischen Fruchtkörpers gemeint.

Die Wirkung des getrockneten Fliegenpilzes fällt unterschiedlich aus. Meist beginnt der hochdosierte Trip mit einer tiefen Müdigkeit. Man versinkt in einer Traum- und Märchenwelt, es blitzen Bilder vor dem inneren Auge auf und man wacht auf einmal in diesem verbundenen Zustand auf.

Körperempfinden

Typisch ist ein leichtes Taumeln, als wäre man alkoholisiert. Der Körper ist wie in Watte gepackt, man „läuft auf Wolken” und beginnt, sich unsterblich oder ewig zu fühlen. Muskelzuckungen und Lähmungserscheinungen können ebenfalls auftreten. Harter Boden kann hier gefährlich sein.

Weiter wird von einem erhöhten Sexualtrieb gesprochen, der Lust zu tanzen und der Freude am Ausdruck, dem Aufschreiben und dem menschlichen Kontakt – der Lust, gesehen zu werden. Man geht davon aus, dass er enthemmt und tendenziell Extraversion fördert.

Geisteszustand

Es wird vermutet, dass Muscimol die Aktivität im Reptiliengehirn, dem Hirnstamm, beruhigt. Dadurch entsteht das Gefühl der Gefahrlosigkeit. Dieses unbekümmerte, spielerische oder gar kindische lässt den Fliegenpilz zum Märchenprinzen werden, zum Weihnachtsmann, zum lustigen Onkel, zum brüderlichen Freund. Ebenfalls können Gedanken so klar werden, dass sie nahezu akustisch empfangbar sind. Größenwahnsinnige Momente sind bekannt, manche vermuten den Fliegenpilz hinter dem Zustand der Berserker. Auch wenn man keine klaren Visionen/Bilder von ihm bekommt, wie etwa bei dem Psilocybin der Magic Mushrooms, so gewinnt man doch den Eindruck der Präsenz eines Lehrers, der dich unterrichtet und auf deine Fragen Antworten hat

Afterglow

Typischerweise wird das Runterkommen von einem großen Appetit begleitet. Viele berichten von starken, visuellen Träumen in den anschließenden Nächten nach dem Konsum.

Non-Responder

Bei anderen wirkt der Fliegenpilz – auch in hohen Dosen – gar nicht. Das macht ihn – auch unter erfahrenen Psychonauten – immer noch zu einem Rätsel und sichert ihm insgesamt eine gewisse Merkwürdigkeit.

Microdosing

In kleinen Dosen (Microdosing) wirkt der Fliegenpilz antreibend, schiebend und enthemmend. Ebenfalls wird er zur Bekämpfung von Süchten wie Zucker, Kaffee oder Schokolade genutzt: Seine Aktivierung kann bewirken, dass die Lust auf einen „schnellen Kick” verstummt.

Pharmakologie

Ist der Fliegenpilz wirklich giftig? Muscimol wird durch Decarboxylierung des im Fliegenpilz vorliegenden Ausgangsstoffes, der Ibotensäure, gebildet. Dieser Prozess entsteht bei der Trocknung. Im Gegensatz zu seinem Ausgangsstoff ist Muscimol gut verträglich. Die letale Dosis ist nicht bekannt, wird aber bei einem Gramm geschätzt. Die Fliegenpilze einer unserer Partner-Online-Shops aus der Ernte 2022 etwa weisen Laborwerte von 3,42 Mg/G getrockneter Hüte auf. Tödlich wäre es demnach beim Konsum von über 292 Gramm.

Neurochemisch aktiviert Muscimol das inhibitorische (zentral dämpfende) System. Am Rezeptor der Gamma-Aminobuttersäure wirkt es als Agonist. Im synaptischen Spalt der Zellen des zentralen Nervensystems bewirkt es ebenfalls eine steigende Serotoninkonzentration.

Der Vollständigkeit halber: Im Fliegenpilz befinden sich ebenfalls sehr geringe Mengen des Giftes Muscarin, doch etwa 200-mal weniger als Muscimol.

Nutzen

Der Fliegenpilz lässt sich sowohl als Mikrodosierung für den Alltag einsetzen, als auch als Makrodosierung für eine psychotrope Reise.

Anwender von geringen Mengen berichten von gesteigertem Selbstwertgefühl, gehemmten Appetit, der Lust sich zu zeigen sowie dem Gefallen an Neckischem. Libido- und Potenzsteigerungen können auch vorkommen.

In höheren Mengen liegt der Nutzen maßgeblich in dem, was durch die Reise gelernt und anschließend integriert wird. So soll der Fliegenpilz den Menschen näher zu sich selbst bringen und das erkennen lassen, was im Kern an seiner Persönlichkeit „echt” ist. Im Gegensatz zu Ego-auflösenden Substanzen, die die Umwelt verstärkt wahrnehmen lassen, wie LSD oder Psilocybin, wirkt das Muscimol eher Ego-stärkend. Die Umwelt wird in Watte gepackt, die eigene Person verstärkt wahrgenommen. Das Herz, der Wille, das Selbst wird deutlicher spürbar, als würde unter dem Fliegenpilz die Figur zu Tage treten, die am liebsten tatsächlich wäre.

Auch der tiefe Schlaf am Ende einer Reise wird als sehr erholsam empfunden. Besonders wenn er als Tee verabreicht wird, wird ihm auch in geringen Mengen eine schlaffördernde, beruhigende Wirkung nachgesagt.

Vorbereitung

Der Fliegenpilz sollte ganz ausgetrocknet werden, um einen möglichst geringen Anteil an Ibotensäure aufzuweisen. Außerdem enthalten die Stiele keine relevanten Mengen an Muscimol, nur die Schirme. Beim Trocknen sollten sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Die getrockneten Kappen können dann verzehrt oder in einer kleinen elektrischen Mühle etwa zu Pulver verarbeitet werden.

Das Muscimol ist stark wasserlöslich. Der Schirm des Fliegenpilzes kann also auch in Wasser gelegt seine Wirkung entfalten. Der Schmelzpunkt des Moleküls liegt bei etwa 170°C, jedoch empfiehlt es sich, sie nicht über 65°C zu erhitzen, um die Struktur nicht zu beschädigen.

Der Mensch sollte ihn auf leeren Magen nehmen, um seine Entfaltung zu spüren. Mit vollem Magen verringert man die Wahrscheinlichkeit, etwas vom Pilz zu merken.

Wichtig ist noch das „Set” des Konsumenten, die innere Haltung, der Antrieb, warum man das macht. Hier ist eine lernende, beobachtende Geisteshaltung die beste. Die Umgebung (Setting) sollte wenig Ablenkung bieten und idealerweise abgeschieden und geschützt sein.


Zubereitungsformen

Die Hüte des Fliegenpilzes werden sowohl als Schnaps, Tee oder getrocknet „einfach so” konsumiert. Aus der Antike ist bekannt, dass er Wein beigemischt wurde. Generell ist schlichtes Brot und Butter eine passende Speise, um den Rausch zu beenden.

Der Fliegenpilz ist ebenfalls rauchbar. Dazu wird er pulverisiert, in einen Joint gedreht oder in eine Pfeife gestopft.

Einnahme & Dosierung

Viele Menschen glauben, dass die Einnahme von Fliegenpilzen giftig oder sogar tödlich ist. Allerdings trifft das nur auf den Verzehr in rohem Zustand zu. Im getrockneten Zustand hingegen kann er sogar einen erheblichen Nutzen haben!

Der Fliegenpilz wurde schon auf jedem Kontinent entdeckt. Die Potenz variiert stark je nach Region und Saison. Den genauen Muscimolgehalt deines Pilzes kann dir nur ein Labor verraten.

Allerdings hat jeder Wuchs einen eigenen Muscimol/Ibotensäure-Gehalt. Daher sollte sich langsam an die eigene Dosierung herangetastet werden. Auch kann er je nach Tagesform des Reisenden stark oder schwach wirken.

Generell empfiehlt sich eine Dosierung von 8-12 Gramm für eine Bewusstseinserweiterung. Die psychotropen Effekte können auf leeren Magen aber schon bei einer Dosierung von 3 Gramm beginnen.

Für eine Mikrodosierung empfiehlt es sich, bei 0,5 Gramm anzufangen und sich dann hochzutasten, bis man die eigene Dosis gefunden hat.

Wirkungsdauer

Der Rausch tritt langsam erst eine Stunde nach der Einnahme ein. In der zweiten Stunde steigert er sich nochmal bis zur dritten Stunde und kann bis zu acht Stunden anhalten. Generell sagt man, es dauert 6-8 Stunden, bis man wieder nüchtern ist. Im Anschluss folgt der Afterglow, eine abgeschwächte Form des Rausches, der bis zur Nachtruhe anhält.

Risiken

Todesfälle durch den Fliegenpilz sind keine bekannt. Es wird von einer letalen Dosis ausgegangen, die bei einer sehr potenten Ernte bei 100 Gramm getrockneter Schirme beginnen kann.

Frisch sollte der Fliegenpilz nicht konsumiert werden. Da der hohe Gehalt an Ibotensäure im frischen Fruchtkörper zu Erbrechen, Schwindel und Lähmungserscheinungen führen kann.

Zu einer psychotropen Reise mit dem Fliegenpilz können Zuckungen, Kontrollverlust, Energieschübe und Erleuchtungsfantasien gehören. Die Umgebung sollte dafür gemacht oder du in psychedelischen Reisen geübt sein.

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Beim Fliegenpilz kann der Boden und darauf liegende Objekte eine Gefahr darstellen, wenn sie zu hart sind. Denn die Zuckungen können ein ungewolltes Hinfallen bewirken. Auch die erfahrbare Wildheit und Hemmungslosigkeit kann zu dem Wunsch, sich laut zu veräußern, führen. Dahingehend sollte der Ort entsprechend gewählt werden.

Für den Konsum in der Öffentlichkeit, etwa in einem Park, ist der Fliegenpilz in hohen Dosen nicht geeignet.

Safer Use Regeln

Der Fliegenpilz sollte nicht über 30 Gramm konsumiert werden. Am Ort des Konsums solltest du laut rufen dürfen, ohne jemanden zu stören. Bestenfalls auf weichem Boden, ergo Wald oder einem mit Teppich verlegten Raum.

Mischkonsum

Der Fliegenpilz wird gerne mit (etwas) Wein getrunken. Gefahren bzgl. generellen Mischkonsum sind keine bekannt.

Wissenschaftliche Forschung

Das Molekül Muscimol in seiner chemischen Strukturformel

Zum Nutzen des Fliegenpilzes gibt es noch keine wissenschaftlichen Belege. Der CEO von Psyched Wellness, Jeff Stevens, will das ändern. Das kanadische Unternehmen verkauft als erstes Fliegenpilz Supplements und erforscht ihren regenerativen Nutzen zusammen mit KGK Science.

So fangen westliche Institute an, zu Heilzwecken am Amanita Muscaria zu forschen.

Geschichte

Viele Sagen und Mythen ranken sich um den wohl auffälligsten aller Pilze. Unter den nordischen Urvölkern, insbesondere Sibiriens, war er als Rauschmittel bekannt. Wikinger sollen ihn verehrt und durch ihn zu Berserker-Kräften gefunden haben. Rentiere verspeisen ihn gerne und der Dorfschamane soll ihn zum Ende des Jahres durch den Schornstein (aufgrund hoher Schneefälle, wenn sich die Tür nicht öffnen ließ) zur endjährlichen Retrospektive in den Rauhnächten vorbeigebracht haben. Zum Trocknen hingen sie über dem Kamin. Mancher behauptet, der stets in weiß und rot gekleidete Weihnachtsmann, eine Weiterentwicklung des nordischen Gottes Wotan, kann auf den Pilz zurückgeführt werden. In seinem psychedelischen Rausch kann man sowohl beschenkt (Santa Claus) als auch gezüchtigt (Knecht Ruprecht) werden.

Die Urchristen sollen ihn in ihrem Abendmahl verspeist und in „seiner Gegenwart“ Weisheit und Lehren empfangen haben. Ein paar Jahrhunderte später wurde er von der Römisch-Katholischen Kirche zu Teufelszeug und Gift erklärt und sogar verboten. Denn er schenkte den Menschen einen eigenen Zugang zu mystischen Zuständen, den die Kirche für sich beanspruchte.

In alten Märchen ist von goldenem Mehl die Rede, das als Fliegenpilzpulver gedeutet wird. Im Mittelalter galt er zeitweise als so wertvoll, dass Armen den Urin der Reichen tranken, die sich den Konsum leisten konnten, um noch etwas von seinen vermeintlichen Lehr- und Heilkräften abzubekommen.

Legalität

Muscimol und Ibotensäure stehen in Deutschland nicht auf der Liste der gesetzlich verbotenen Substanzen, dem Betäubungsmittelgesetzbuch (BtmG). Somit ist es legal, wenn auch (noch) nicht, als Lebens- oder Arzneimittel zugelassen. Verboten ist er hingegen in den Niederlanden, Rumänien, Thailand und Australien.

Online wird er als Räucherwerk gehandelt. Eine Übersicht weiterer legaler Psychedelika findest du in diesem Artikel.

Fliegenpilz kaufen

Da die Wirkstoffe des Fliegenpilzes zum jetzigen Stand (April 2023) in Deutschland legal sind, kann er frei im Internet gekauft werden. Es gibt jedoch viele Internet-Anbieter, die den unsicheren Erwerb solcher Substanzen ausnutzen und nicht vertrauensvoll sind.

In unserem Legale-Psychedelika-Shop findest du den getrockneten Fliegenpilz im Microdosing-Format.