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Salvia divinorum2021-05-27T16:57:52+02:00

Der Ultimative Salvia Divinorum Guide (Anleitung, Risiken, Legalität)

Auf unserer Salvia divinorum Infoseite in Deutsch findest du alle wichtigen Informationen für die sichere, verantwortungsvolle und strukturierte Einnahme von Salvia divinorum.

Disclaimer: Salvia divinorum ist eine potentiell illegale Substanz und wir unterstützen oder befürworten den Gebrauch dieser Substanz nicht, wenn er gegen das Gesetz verstößt. Wir wissen jedoch, dass es trotzdem zu illegalem Drogenkonsum kommt und glauben deshalb, dass Informationen zur Schadensbegrenzung für die Sicherheit der Menschen unerlässlich ist. Aus diesem Grund soll dieser Leitfaden die Sicherheit derjenigen gewährleisten, die sich für den Gebrauch dieser Substanz entscheiden.

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Salvia divinorum (Azteken-Salbei, Götter-Salbei, Wahrsage-Salbei, Sally D, Magic Mint)  ist die einzige psychoaktive Pflanzenart der Gattung Salbei (Salvia). Die Pflanze enthält Salvinorin A, welches für ihre halluzinogene Wirkung verantwortlich ist.

Salvia divinorum

Die Pflanze ist üblicherweise bis 150 Zentimeter groß, kann aber auch bis zu drei Meter groß werden. Beheimatet ist sie vor allem in Mexiko im Bundesstaat Oaxaca, wo sie seit (unbekannt) langer Zeit für schamanistische Zwecke eingesetzt wird. Die Pflanze wird dort zum Räuchern, zur Heilung körperlicher Beschwerden, oder zur Erreichung eines visionären Rauschzustandes verwendet.

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Die psychoaktive Wirkung von Salvia seit den 1980er Jahren auch in der westlichen Kultur bekannter und wurde von renommierten Forschern wie Albert Hofmann (Entdecker des LSD) erforscht. Salvia divinorum wurde in Deutschland (2008), in der Schweiz (2010) und in Österreich verboten.

Wirkung & Effekte

Wenn du Salvia divinorum rauchst oder vaporisierst, tritt die Wirkung innerhalb von nur wenigen Sekunden sein. Bei geringen Dosierungen kann es lediglich zu einer leichten Wahrnehmungsveränderung kommen und ist vergleichbar mit anderen Psychedelika wie DMT oder LSD. Die Effekte bei höheren Dosierungen sind jedoch deutlich einzigartig bei Salvia divinorum und werden von Konsumenten oft als “verschoben” beschrieben.

Die Bewusstseinsveränderung von Salvia divinorum lässt sich schwer nachempfinden, wenn du sie selbst noch nicht erlebt hast. Wie würdest du jemandem einen Orgasmus erklären, der noch nie selbst einen hatte?

Die Wirkung und Effekte von Salvia divinorum sind stark abhängig von Set, Setting und Dosierung. Mehr dazu in späteren Kapiteln.

Klassische Effekte von Salvia divinorum sind:

  • Veränderte Körperwahrnehmung
  • Einschränkung der motorischen Fähigkeiten
  • Verzerrte Wahrnehmung
  • Einschränkung oder Verlust des Ich-Gefühls
  • Lachanfälle
  • Dinge werden gleichzeitig gesehen und gespürt
  • Angst
  • Verwirrung

Charakterisierende Effekte von Salvia divinorum sind:

  • Salvia-Schwerkraft: Die auffälligste körperliche Empfindung eines Salvinorin divinorum (Salvinorin A) Trips wird von vielen Menschen als „Salvia Gravity“ bezeichnet. Diese ist zumindest teilweise während den meisten Salvia-Erfahrungen vorhanden und nimmt mit der Dosis proportional zu. Es beginnt mit einem schweren Gefühl, das am Körper zieht und zerrt. Mit zunehmender Dosis wird es so stark, dass es den Konsument mit extrem hoher Geschwindigkeit und über weite Strecken in eine Richtung, die oft keinen Sinn ergibt, aus dem Körper hebt. Es fühlt sich an, als ob der Konsument in einen Raum geschoben oder gezogen wird, der sich von allem unterscheidet, was man bei den klassischen Halluzinogenen findet.
  • Veränderte Körperform: Dieser Effekt, welcher als nicht-schmerzhafte Empfindungen beschrieben wird, führt zu einer horizontal oder vertikalen Streckung des Körpers, die bis ins Unendliche gehen kann. Auchdas Gefühl sich in zwei Hälften zu teile, wird öfters beschrieben. Dies kann sogar dazu führen, dass der Konsument das Gefühl hat, in seiner aktuellen Umgebung tatsächlich zu einem leblosen Objekt geworden zu sein.
  • Visuelle Veränderungen: Wenn die Augen während eines mittelstarken bis starken Trips offen gehalten werden, treten in der Regel eine Reihe von Verzerrungen und Veränderungen auf. Diese werden als “einfacher” beschrieben, verglichen mit den optischen Veränderungen von klassischen Halluzinogenen.
  • Kognitive Veränderungen: Der allgemeine “Mindtrip” von Salvia wird von vielen als eine kognitive Unterdrückung oder Verzerrung beschrieben. Die meisten Salvia-Erfahrungen erzeugen wenig bis keine persönliche Introspektion, hingegen eher mächtige und interessante Erfahrungen.

Generell lässt sich sagen, dass Salvinorin A, also der Wirkstoff in Salvia divinorum, deutliche Gemeinsamkeiten mit den klassischen Psychedelika aufweist, gleichzeitig jedoch auch deutliche Unterschiede zeigt. Die Wirkungsbeschreibung fällt deshalb besonders schwer, weil weniger Bezugspunkte in der menschlichen Sprache entstanden sind.

Doch nicht nur die Wirkung zeigt Unterschiede, auch die Wirkungsweise im Gehirn, unterscheidet sich deutlich von LSD, Psilocybin, DMT und Meskalin.

Pharmakologie

Das dissoziative Halluzinogen Salvinorin A zeigt bereits ab einer Menge von 200 Mikrogramm erste Wirkungen. Dies macht es zum stärksten in der Natur vorkommenden Psychedelikum (LSD ist wirkungsvoller, jedoch wird es aus dem Mutterkorn synthetisiert). 

Verglichen mit LSD und co. dockt Salvinorin A nicht an den Serotonin 2A-Rezeptoren an, genausowenig an den NMDA-Rezeptoren, wie es die meisten Dissoziativa tun. Die einzigartige Struktur von Salvinorin A weist keine Merkmale auf, die üblicherweise mit der Bindung von Opioid-Liganden in Verbindung gebracht werden. Salvinorin A ist ein Opioid-Agonisten und zielt auf den κ-Opioid-Rezeptor ab. Es wirkt außerdem als potenter Agonist an D2-Rezeptoren an, was teilweise für seine halluzinogenen Effekte verantwortlich sein könnte.

Bei dieser Studie aus dem Jahr 2020 wurde die Wirkung von Salvinorin A mit Hilfe von Gehirnscans untersucht.

(Zitiert aus wired.com) Der auffälligste Effekt, der bei allen 12 Probanden beobachtet wurde, war eine signifikante Abnahme der Synchronität des Default Mode Network (Ruhezustandsnetzwerk) – genauso wie es bei klassischen Psychedelika wie LSD oder DMT passiert. Dieses Netzwerk ist ein Geflecht von Hirnregionen, das vor allem mit Gedanken verbunden ist, aber auch eine Rolle bei Gedächtnis und Emotionen spielt. Es wird aktiviert, wenn wir über uns und andere nachdenken oder uns in Raum und Zeit orientieren.

Die Tatsache, dass Salvinorin A selektiv auf das Netzwerk abzielt, trägt nur zur Verwirrung bei, da es sich in den meisten anderen Aspekten so sehr von den klassischen Psychedelika unterscheidet. Das Interessante an den Ergebnissen des Teams ist, dass sie zu zeigen scheinen, dass Salvinorin A keine Besonderheit unter den Psychedelika ist, wenn es um die Verringerung der Aktivität im Default Mode Network geht.

Neuropharmakologe und Beteiligter der Studie Manoj Doss sagt dazu: „Wenn man bedenkt, dass Salvinorin A subjektive Wirkungen hat, die sich von denen klassischer Psychedelika unterscheiden, spricht das nicht gerade für die Idee, dass das Default-Mode-Netzwerk der Schlüssel zu deren Wirkung ist“.

Nutzen

Die Mazateken von Oaxaca verwenden Salvia divinorum schon lange für zeremonielle Zwecke. Tatsächlich wird es als eine Inkarnation der Jungfrau Maria verehrt und traditionell für Heilung und Weissagung verwendet. In der westlichen Welt fangen immer mehr Menschen an, diese Substanz zu verwenden, um Depressionen zu behandeln, ihre Meditationspraxis zu verbessern und sich mit ihrer Spiritualität zu verbinden.

Obwohl es nicht viel Forschung zu den therapeutischen Effekten von Salvia divinorum im Vergleich zu anderen, gängigen Psychedelika gibt, gibt es einige Hinweise, die zeigen, dass die Substanz sich als nützlich bei der Behandlung von Sucht und Schmerzen erweisen könnte, sowie beim Verständnis von Schizophrenie und Alzheimer.

Vorbereitung

Wie oben bereits erwähnt, sind die Effekte von Salvia divinorum, neben der Dosis, sehr stark von Set und Setting abhängig. Die Substanz Salvinorin A  ist dafür bekannt, dass sie das verstärkt, was bereits in uns oder außerhalb von uns ist.

Set = Welches Mindset und welche Erwartungen hast du an die bevorstehende Erfahrung?

Setting = In welchem Umfeld wird die Erfahrung stattfinden?

Fragen zur Prüfung deines Sets:

  • Wie fühlst du dich in letzter Zeit? Geht es dir seelisch und körperlich gut?
  • Hast du Angst vor dem, was die Erfahrung dir zeigen wird? Oder ist es eher Respekt?

Wenn du das Gefühl hast, noch nicht das richtige Set zu haben, raten wir dir, dich mehr mit deiner Persönlichkeitsentwicklung und Psychedelika zu beschäftigen. Schau dir zum Beispiel mal unsere Einführung zu Psychedelika an. Je so mehr du über die Substanz lernst, desto einfacher wird es für dich, dich mental auf die Erfahrung einzustellen.

Fragen zur Prüfung deines Settings:

  • Generell wird speziell bei Salvia divinorum empfohlen, die Erfahrung an einem sicheren Ort in einem Gebäude zu machen, nicht in der Natur.
  • Kannst du an dem Ort des Trips du selbst sein? Könntest du dort wie ein Verrückter herumtanzen, ohne, dass es dir peinlich wäre?
  • Bist du unter Menschen, die dich kennen und denen du auch deine größten Ängste mitteilen würdest?
  • Gibt es einen Rückzugsort, an dem du alleine sein kannst?

Wenn Set & Setting sichergestellt sind, wird ein weiterer Teil der Vorbereitung sein, deine Motivation abzuwägen. Warum möchtest du Zaubertrüffel zu konsumieren? Hast du einen intrinsischen Grund für die Erfahrung? Oder machst du es eher, weil andere Personen sie auch machen ?Frage dich einmal, was du mit der Erfahrung erreichen möchtest. Aber vorsicht: Erwartungen an einen Trip solltest du nicht haben, denn diese können nie erfüllt werden.

Salvia ist keine “Fire & Forget” – Droge (wie z.B. Alkohol, Amphetamine oder MDMA), die du einwerfen kannst, damit du dich besser fühlst!

Mit der richtigen Motivation kann diese Droge zu einem starken psychologischen Werkzeug werden, mit dem du deinen Geist auf eine Weise sehen und verändern kannst, die dir bisher verborgen war.

Wir empfehlen dir außerdem, Salvia divinorum nie alleine zu konsumieren, sondern einen Tripsitter bei dir zu haben, der dich verantwortungsvoll bei der Erfahrung begleiten kann.

Zubereitungsformen

Salvia divinorum wird in unterschiedlichsten Formen zubereitet und konsumiert. Die typischsten Zubereitungsvarianten sind:

Frische Blätter

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Frische Blätter werden typischerweise für die Herstellung eines Blattquids (siehe Einnahmeform “Quidding”)  verwendet und zur sublingualen Aufnahme unter die Zunge oder zwischen die Zähne und Backe gedrückt.

Getrocknete Blätter


Diese Form wird vor allem für Anfänger empfohlen, da sich damit schwer zu hoch dosieren lässt.

Extrakte

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Diese werden aus getrockneten Blättern hergestellt. Dabei wird die Potenz des Salvinorin A erhöht, indem die Blätter mit purem Salvinorin angereichert werden. Die Angabe dieser Potenz findet sich meist auf der Verpackung des Extrakts und wird mit 5X, 10X, 15X, oder 80X angegeben. 0,5g eine 5X-Extrakts beinhaltet also in etwa so viel Salvinorin A, wie 0,1g der getrockneten Blätter.

Tinktur

Eine Salvia-Tinktur wird durch Auflösen von reinem Salvinorin A, oder einer halbreinen Form, in Ethylalkohol hergestellt.

Einnahme & Dosierung

Salvia kann in vielen verschiedenen Weisen eingenommen werden. Wir haben dir hier die bekanntesten und dementsprechend sichersten Methoden beschrieben.

Rauchen: getrocknete Blätter oder Extrakte

Salvia divinorum wird durch eine Pfeife oder eine Bong geraucht. Der Rauch sollte mindestens 15 – 20 Sekunden in der Lunge gehalten werden, um die maximale Wirkung zu entfalten. Innerhalb weniger Sekunden der Inhalation beginnt der Wirkungseintritt recht rapide und hat innerhalb einer Minute seinen Höhepunkt erreicht. Aufgrund der schwierigen Dosierung mit Salvia-Extrakten, sollte hier mit Vorsicht dosiert und konsumiert werden.

Dosierungsangaben für getrocknete Blätter:

Leichte Dosierung: 0,2 – 0,4 Gramm
Mittlere Dosierung: 0,4 – 0,6 Gramm
Hohe Dosierung: 0,6 – 1,0 Gramm

Vaporisieren: Extrakte oder pulverisierte Blätter

Diese Methode sollte mit Vorsicht verwendet werden. Salvinorin A ist ab etwa 200 Mikrogramm wirksam, jedoch geht viel davon durch Verbrennen, Einatmen und auf dem Weg ins Gehirn verloren. So kommen nur etwa 5% des Wirkstoffs im Gehirn an. Es müssen ca. 1000 Mikrogramm Salvinorin A, also ein Milligramm, vaporisiert werden, um die minimale Dosierung zu erreichen.

Empfohlen werden Verdampfer bei 175 – 230 Grad, was mehr ist, als die Einstellungen der meisten Verdampfer.

Quidding: Frische oder getrocknete Blätter

Dies ist die bevorzugte und somit traditionelle Konsumform der Mazateken von Oaxaca. Verglichen mit dem Rauchen von Salvia divinorum, soll diese Erfahrung deutlich sanfter und langsamer sein. Es werden 15 – 25 Blätter verarbeitet, in dem die mittlere Vene des Blattes entfernt wird und die Blätter aufeinander gestapelt werden. Anschließend wird der Pack Blätter gerollt und für 15 – 20 Minuten seitlich außerhalb der Zähne in den Mund gequetscht. Die entstehenden (bitter schmeckenden) Säfte sollen möglichst unterhalb der Zunge gesammelt werden. Danach kann mit Wasser nachgespült werden, jedoch kann so Wirkstoff verloren gehen. Die Wirkung wird etwa 15 – 25 Minuten nach Einnahme anfangen.

Diese Methode kann auch mit getrockneten Blättern gemacht werden, was jedoch als weniger angenehm beschrieben wird. Ein vorgehendes Eintunken in Wasser kann hier Abhilfe beschaffen, jedoch die Wirksamkeit der Blätter verringern.

Dosierung für getrocknete und frische Blätter:

Geringe Dosierung: 10 Gramm frische oder 2 Gramm getrocknete Blätter
MIttlere Dosierung: 30 Gramm frische oder 6 Gramm getrocknete Blätter
Hohe Dosierung: 50 Gramm frische oder 10 Gramm getrocknete Blätter

Tinktur

Tinkturen können oft im Internet direkt gekauft werden. Jedoch sind die oft mit Alkohol hergestellt, was zu adversen Reaktionen im Mundraum führen kann. Die TInktur soll mit der gleichen Menge an heißem Wasser vermengt werden und dann für bis zu einer halben Stunde im Mundraum gehalten werden. Die Effektdauer der Tinktur ist länger als bei den anderen Methoden, jedoch zeitgleich auch schwächer.

Salvia-Tee

Für diesen Tee werden 3 – 4 Gramm getrocknete Blätter für fünf Minuten gekocht und dann für 15 weitere Minuten leicht geköchelt. Salvinorin A kann nicht über die Magenschleimhäute absorbiert werden, weshalb jeder Schluck Tee für 15 – 20 Sekunden im Mundraum verteilt und hin- und her geschwemmt werden sollte.

Microdosing

Salvia divinorum kann ebenfalls für die aus dem Silicon Valley bekannte Praktik “Microdosing” verwendet werden. Es wird berichtet, dass das Kauen von kleinen Mengen getrockneter Blätter die Stimmung hebt und die geistige Klarheit für den Rest des Tages verbessert, ohne psychedelische Effekte. Wenn Salvia geraucht wird, kann der sogenannte “Afterglow” bis zu einer Woche andauern.

Es gibt keine Studien über die Wirksamkeit oder Sicherheit von Salvia Microdosing, aber anekdotische Berichte deuten darauf hin, dass die Praxis von Vorteil ist. Eine Fallstudie fand heraus, dass eine 26-jährige Frau mit behandlungsresistenten Depressionen Erleichterung durch die Mikrodosierung von Salvia fand.

Dr. Peter H. Addy, der weltführende Salvia-Forscher, sprach in seinem Vortrag von 2014 über die ersten Berichte zum therapeutischen Gebrauch von Salvia kamen aus Australien und wurden mit “wirklich guten” antidepressiven Eigenschaften angegeben. Dabei wurden nur sehr wenige Blätter gekaut, was dann zu kaum wahrnehmbaren Effekten führte. Hierzu gibt es jedoch so gut wie keine Daten und Berichte, weshalb hier immer in eigenem Risiko gehandelt wird.

Dauer

Die Dauer von Salvinorin A unterscheidet sich je nach Konsumform.

Dauer bei gerauchtem Konsum
Insgesamt 15 – 60 Minuten
Wirkungseintritt 10 – 20 Sekunden
Hochkommen 30 – 60 Sekunden
Peak 2 – 5 Minuten
Herunterkommen 20 – 50 Minuten
Nachwirkungen 1 – 8 Stunden

Dauer bei sublingualem Konsum
Insgesamt 30 – 90 Minuten
Wirkungseintritt 10 – 20 Minuten
Herunterkommen 40 – 120 Minuten

Risiken

Wie die meisten Halluzinogene, kann Salvia divinorum zu verschiedensten als negativ empfundenen Wirkungen beim Konsumenten führen. Dazu gehören unter Anderem:

  • Paranoia, Angst, Panik
  • Verwirrtheit
  • Zeitverzerrung
  • Als anstrengend empfundene Körperempfindungen
  • Emotionale Turbulenzen
  • Innere Aufgewühltheit
  • Unangenehmes Magengefühl
  • Unruhe
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Konfrontierung mit negativen Gedanken

Die Forschung über die Risiken von Salvia divinorum ist begrenzt, aber eine Studie aus dem Jahr 2003 fand heraus, dass reines Salvinorin A eine „relativ geringer“ Toxizität auf Nagetiere hat. Hierbei konnten sogar bei Dosen von bis zu 6400mcg – mehr als das Dreifache der höchsten bekannten menschlichen Dosis und das Sechsfache der maximalen empfohlenen Dosis – von den Tieren gut überstanden werden. In dieser Studie wurde den Nagetieren das Medikament auch kontinuierlich über einen Zeitraum von zwei Wochen verabreicht, was für Menschen nicht üblich ist. Doch selbst bei dieser chronischen Einnahme fanden die Forscher keine unerwünschten Wirkungen. Beim Menschen ist eine toxische Überdosierung sehr unwahrscheinlich.

Im Jahr 2013 verabreichte eine andere Gruppe von Forschern verschiedenen Dosen von Salvinorin A an menschliche Teilnehmer und fand einen Monat später keine Anzeichen von unerwünschten Wirkungen. Es gibt zudem auch keine Beweise dafür, dass Salvia divinorum süchtig macht.

Safer Use Regeln

Aufgrund der desorientierenden Wirkung von Salvia divinorum wird dringend empfohlen, bei der Einnahme von Salvia divinorum einen Sitter dabei zu haben. Dies ist besonders wichtig für Erstkonsumenten und alle, die mit höheren Dosen oder effektiveren Methoden der Verabreichung (z.B. Verdampfen) experimentieren. Es ist auch eine gute Idee, sich während der Reise hinzulegen. Scharfe Gegenstände und andere gefährliche Gegenstände sollten aus dem Bereich entfernt werden.

Weitere Safer-User-Regeln sind:

  1. Nimm Salvia divinorum nur gut vorbereitet ein. Stelle sicher, dass Set, Setting und Dosis stimmen.
  2. Konsumiere nicht auf vollen Magen, aber auch nicht auf einen leeren. Ein kleines Frühstück eine Stunde vor der Einnahme ist perfekt.
  3. Lass dich fallen, versuche nicht gegen die Wirkung anzukämpfen. Negative Erfahrungen rühren davon, dass der Konsument nicht loslassen kann und die Kontrolle behalten möchte.

Mischkonsum

Generell raten wir dir vom Mischkonsum bei Psychedelika ab. Besonders Substanzen, die einen solch rapiden Wirkungseintritt wie Salvia divinorum haben, sind alleine schon intensiv genug und brauchen nicht mit anderen Substanzen gemischt werden.

Manche Konsumenten von Salvia berichten darüber, dass speziell die Kombination mit Cannabis zu Erfahrungen geführt hat, die den Konsum von Cannabis nachhaltig verändert haben. Es wird davon gesprochen, dass danach jede Cannabis-Erfahrung, an die Salvia-Erfahrung erinnert hat.

Geschichte

Salvia divinorum hat eine lange Geschichte unter den Mazatek-Indianern von Oaxaca, die die Pflanze als eine Inkarnation der Jungfrau Maria verehren, was dazu geführt hat, dass sie lokal als hierba (Kraut) oder hojas (Blätter) de María bekannt ist. Traditionell für Heilung und Weissagung verwendet, ist Salvia auch die erste von drei heiligen Pflanzen, mit denen angehende Curanderos (oder Schamanen) in Kontakt kommen, gefolgt von den Samen der Ackerwinde und den Psilocybin-Pilzen.

Salvia divinorum wurde von westlichen Anthropologen erstmals zwischen den späten 1930er und frühen 1950er Jahren entdeckt. Der Ethnomykologe R. Gordon Wasson probierte es in den 1960er Jahren, zusammen mit Albert Hofmann, der als erster LSD synthetisierte, und seiner Frau Anita. Sie tunkten die Salviablätter in Wasser und berichteten von farbigen Visionen und Mustern. Obwohl die Orte, an denen die Pflanze wuchs, ein streng gehütetes Geheimnis waren, gelang es Wasson, ein lebendes Exemplar von den Mazatec zu erwerben, das im Dezember 1962 in die USA geschickt wurde, wo es als eine neue Salvia-Art identifiziert wurde: Salvia divinorum. Weitere lebende Exemplare wurden im selben Jahr von dem Psychiater und Ökologen Sterling Bunnell gesammelt. Bekannt als die Bunnell-Sorte, ist dies bis heute die am meisten kultivierte und kommerziell erhältliche Salvia-Sorte.

Um 1975 wurde Salvia von nicht-mazatekischen Jugendlichen in Mexico City geraucht, trotz des traditionellen Glaubens, dass es inaktiv wird, wenn es getrocknet wird.

Die psychoaktive Verbindung Salvinorin A wurde 1982 isoliert, aber es dauerte weitere zwanzig Jahre, bis Forscher den genauen Wirkmechanismus identifizierten. Zu dieser Zeit war Salvia divinorum in den USA bereits kommerziell erhältlich und das öffentliche Bewusstsein wuchs, unter anderem dank der jährlichen „Ska Pastora – Leaves of the Shepherdess“-Konferenz. Zu den frühen Sprechern dieser Salvia-begeisterten Konferenz gehörten eine Vielzahl von Ethnobotanikern, Chemikern, Pharmakologen und Psychopharmakologen wie Ann und Sasha Shulgin, Jonathan Ott, Dale Pendell, Ralph Metzner und Daniel Siebert.

Die zunehmende Sichtbarkeit von Salvia zog auch die Aufmerksamkeit der Gesetzgeber und der feindseligen Medien auf sich. Im Jahr 2005 wurde Louisiana der erste Staat, der die Pflanze für den menschlichen Konsum verbot.

Legalität

2008 wurde Salvia divinorum in Deutschland ins Betäubungsmittelgesetz aufgenommen, weshalb es dort seitdem als nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel gilt. In der Schweiz, Australien, Italien und in den meisten Bundesstaaten der USA ist die Pflanze ebenfalls verboten. 

In Kanada, Frankreich und Spanien hingegen ist lediglich der Handel der Pflanze verboten. Und in Norwegen, Finnland, Estland und Island ist Salvia divinorum verschreibungspflichtig.

In Liechtenstein gibt es keine gesetzliche Regelung zu Salvia, weshalb die Pflanze dort als unreguliert gilt.

Da Salvia in manchen Ländern Europas nicht verboten ist, lässt sich die Pflanze oftmals recht einfach im Internet beschaffen. Dies ist jedoch verboten, weshalb wir dies nicht empfehlen können.

Was bedeutet Set und Setting?2020-01-03T10:19:21+01:00

Set und Setting haben einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Erfahrung eines „Trips“ mit psychedelischen Drogen.

Set = Welches Mindset und welche Erwartungen hast du an die bevorstehende Erfahrung?
Setting = In welchem Umfeld wird die Erfahrung stattfinden?

Psychedelika sind dafür bekannt, dass sie das verstärken, was bereits in uns oder außerhalb von uns ist. Deshalb sind psychedelische Trips oft von Erfahrung zu Erfahrung so unterschiedlich. Gerade verglichen mit anderen Drogen ist es bei Psychedelika deshalb so wichtig, vor der Erfahrung das richtige Set und Setting sicherzustellen.

Wenn du mehr zum sicheren und verantwortungsvollen Gebraucht psychedelischer Substanzen wissen möchtest, besuche unsere Infoseite zu allen Psychedelika wie LSD, Pilzen und mehr.

dr friederike meckel fischer lsd polizeit psychedelika set und setting mdma

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