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Was ist Microdosing?2020-05-21T10:58:29+02:00

Was ist Microdosing?

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Ausführliche Anleitungen zum Microdosing für Substanzen wie LSD, Pilze und Ibogain: https://www.setandsetting.de/microdosing-anleitung/

Die Definition von Microdosing (zu Deutsch: Mikrodosierung) bezeichnet die Einnahme von sehr kleinen Mengen psychoaktiver Substanzen. Viele Menschen die Microdosing in ihre wöchentliche Routine integriert haben berichten von einer gesteigerten Kreativität, verbessertem Fokus, mehr Energie im Alltag und verbesserten Beziehungen zu ihren Mitmenschen.

Dabei ist Microdosing nicht zu verwechseln mit Minidosing oder Mididosing. Microdosing beschreibt in der Regel die Einnahme eines zehntel der üblichen Dosis einer Substanz. Bei LSD sind dies dann zum Beispiel 10 Mikrogramm (von 100 Mikrogramm Normaldosis). Minidosing (manchmal auch Low-Dosing genannt) ist üblicherweise 20-40% der Normaldosis und Mididosing bezeichnet eine noch höhere Dosis (z.B. 70 Mikrogramm LSD), ohne dabei eine vollwertige Dosis zu erreichen. Bei Mini- und Mididosing ist zu beachten, dass Konsumenten hier nicht versuchen (im Gegensatz zu Microdosing) ihr Alltagsbewusstsein zu optimieren, sondern vollwertige Effekte der Substanz zu erreichen. Oft wird diese Dosierung verwendet um jemanden an die psychedelische Erfahrung heranzuführen, wenn die Person noch keine Erfahrungen mit solchen Substanzen besitzt.

Wenn du dich zu diesem Thema von uns individuell beraten lassen möchtest, schaue gerne einmal hier vorbei.

Beim Microdosing hat die Wirkung einer so geringen Dosis meist nichts mehr mit der eigentlichen Wirkweise der Substanz zu tun. Oft können die Personen nicht mal genau sagen, ob sie eine Wirkung verspüren, berichten aber von vielen positiven Verbesserungen in ihrem Alltag. Es geht praktisch darum, im Alltag nicht eingeschränkt zu werden und nur die positiven Wahrnehmungseffekte der Substanz zu erleben.

Studien

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Sofia Universität in Kalifornieren untersuchte Microdosing auf Nutzen und Risiken. 18 Monate lang wurde der emotionale Zustand von mehr als 1.000 Menschen aus 59 Ländern täglich evaluiert und ausgewertet. Teilnehmer berichteten, dass die Einnahme von LSD zu Verbesserung negativer Stimmung (besonders Depressionen), mehr Alltagsenergie, einer höhen Arbeitseffektivität und verbesserten Gesundheitsverhalten geführt hat.

Einer weitere Studie aus dem Jahr 2014 untersuchte unter Anderem wie Microdosing die Psychotherapie von Menschen mit Angstzuständen unterstützen kann. Dabei kam heraus, dass keiner der Teilnehmer anhaltende negative Folgen von der LSD-assistierten Therapie erfuhr. Stattdessen konnten bei 77,8% eine Reduzierung der Symptome und bei 66,7% eine generelle Verbesserung der Lebensqualität nachgewiesen worden.

Spätestens seitdem Steve Jobs angab, dass die Einnahme von LSD eine der der “positivsten und lebensveränderndsten Erfahrungen” seines Lebens war, wurde das Interesse für psychoaktive Substanzen und Microdosing auch bei breiten Masse geweckt. Die Microdosing-Seite auf reddit.com zählt inzwischen knapp 100.000 User, die sich alle mit Microdosing befassen.

Auch in Deutschland, besonders im Tech-HotSpot Berlin, gewinnt Microdosing an immer größerer Beliebtheit. 2019 gab es erste Fachtagungen in der Hauptstadt und zahlreiche Vorträge und Workshops zum Thema.

Geschichte

Einige Forscher führen die Anfänge von Microdosing auf indigene Ethnien zurück. Diese Schamanischen Kulturen verwenden seit hunderten Jahren psychoaktive Pflanzen für vielfältige Zwecke. Sie steigern damit ihre Aufmerksamkeit, wollen Müdigkeit entgegenwirken, oder einfach die Stimmung heben – alles die Effekte, die heute mit Microdosing erreicht werden sollen. Indigene Heiler oder Schamanen haben bereits verschiedene Dosierung systematisch und vollständig erforscht, weshalb dies der Beginn von Microdosing war.

Frühe Experimente zum Microdosing mit LSD fand vor allem in der Forschung statt, die sich mit der Minimaldosis und der Toleranzbildung von LSD befasste. Wissenschaftler wie James Fadiman sprechen sogar von Jahrhunderten alten schamanischen Kulturen, wenn sie von den Anfängen von Microdosing sprechen. Schon damals benutzen Menschen psychoaktive Pflanzen um besser sehen zu können, ihre Aufmerksamkeit zu steigern, oder Müdigkeit und schlechte Stimmung zu vertreiben.

Erste Forschungsarbeiten zu LSD Microdosing wurden 1947 von Arthur Stoll durchgeführt, bei denen er feststellen wollte, ab wann eine Wirkung zu erwarten sei. Dabei stellte er 20 Mikrogramm als nicht wahrnehmbar fest und gab erste Wirkungen bei 30 Mikrogramm an.

Der Begriff “Microdosing” wurde das erste mal 1980 nachweisbar verwendet, als auf dem US-Schwarzmarkt “Clearlight Brand Microdose LSD” in den Umlauf gebracht wurde. Eine Dosis bestand aus 100 Milligramm Ascorbinsäure und 5 Mikrogramm LSD.

In seinem Buche The Psychedelic Explorer’s Guide aus dem Jahr 2011 untersuchte James Fadiman das erste mal Microdosing als Subkultur der Anwendung von Psychedelika. Dies war die Einführung des Terms “Microdosing” in den psychedelischen Mainstream. Millionen von Menschen hörten zum ersten mal von Microdosing und begannen mit der Praktis zu experimentieren.

Der nächste große Boost für Microdosing war Fadimans Podcast-Interview mit Tim Ferries im März 2015. Die enorme Zuhörerschaft von Ferris (Author der 4-Stunden-Woche) probierte Microdosing nicht nur selbst aus, sondern fing auch an es in ihrem persönlichen Netzwerken weiter zu diskutieren.

Eine weitere wichtige Lektüre war das Buch “Ein richtig guter Tag” von Ayelet Waldman, in dem sie von Ihrem 30-Tage-Protokoll mit LSD Microdosing und ihren psychologischen Auswirkungen berichtete. Sie gab außerdem noch einen 20-minütigen Vortrag zu ihren Erfahrungen.

Als einer der größten deutschen Psychedelika-Pioniere hat Markus Berger (Chefredaktor des Magazins für psychoaktive Kultur Lucy’s Rausch) 2019 das erste deutsche Buch zum Thema Microdosing veröffentlicht und klärt darin über den Microdosing-Trend auf und erläutert, welche Substanzen verwendet werden und was das für den Anwender bringen kann.

Heute ist Microdosing beliebter den je. Zehntausende Menschen weltweit beschäftigen sich mit LSD Microdosing um ihren Alltag aufs nächste Level zu bringen.

Die Wissenschaft hinter Microdosing

Da die meisten Psychedelika bis vor ein paar Jahren nicht für Studien freigegeben waren, haben die Experten nun die Erkenntnisse aus damaliger Zeit wieder aufgenommen. Es gibt nun zwar einige moderne Studien zum Microdosing, doch wissen wir viel mehr über die Wirkung von größeren Mengen von Psychedelika auf unser Gehirn.

Psychedelika können sehr unterschiedlich aufgebaut sein, haben aber alle gemeinsam, dass sie sich an den Serotonin-Rezeptor 5-HT-2AR binden. Dieser kommt im Gehirn vornehmlich dort vor, wo unser Bewusstsein für abstraktes Denken und Lernprozesse stattfinden, das “Default Mode Network”.

Die Aktivierung dieser Zellen durch Psychedelika führt zu einer geringerer Aktivierung dieses Hirnareals, wohingegen andere Teile des Gehirns nun viel aktiver sein können. Die innere und äußere Wahrnehmung wird folglich verstärkt und verändert.

Im Jahr 2018 wurde in einer Studie der Effekt erforscht, wie Psychedelika in nur wenigen Tagen und Wochen große Veränderungen beim Menschen auslösen können. Dabei wurde erkannt, dass unsere Nervenzellen im Gehirn (Neuronen) durch Psychedelika dazu veranlasst werden, mehr neue Verbindungen mit anderen Nervenzellen einzugehen. Diese Erhöhung der Neuroplastizität veranlasste die Forscher diese neue Klasse von nervenverknüpfenden Stoffen einen Namen zu geben: “Psychoplastogene”

2014 wurde in einer anderen Studie mit Hilfe von Gehirnscans entdeckt, wie sich die Gehirnaktivitäten mit Psychedelika verändern. Das Filter- und Kontrollnetzwerk (Default Mode Network = DMN) zeigte deutlich weniger Aktivität, während alle anderen Areale deutlich mehr Aktivität und Vernetzung zeigten.

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Diese teilweise chaotischen Verbindungen führen zu Effekten wie Synästhesien (Vermischung der Sinne: Farben schmecken, Musik sehen) und neue Sichtweisen auf bisherige Einstellungen und Probleme. Auch das visuelle Zentrum des Gehirns wird so stark angeregt, dass selbst bei geschlossenen Augen hohe Aktivität zu sehen ist. Die Entropie des Gehirns wird soweit verstärkt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Veränderung der Persönlichkeit nachhaltig erhöht wird, wie in dieser Studie aus 2016 nachgewiesen wurde.

Die bisher größte Studie zum Thema Microdosing wurde 2018 von Vince Polito und Richard Stevenson durchgeführt. Die Wissenschaftler konnten eine niedrigere Ablenkbarkeit der Patienten, erhöhte Aufnahmefähigkeit und erhöhter Neurotizismus feststellen. Sie empfehlen auf Basis ihre Befunde die weitere Forschung zu Microdosing um Nutzen und Fähigkeit von Microdosing tiefgehender zu erforschen.

FAQ

Ist Microdosing sicher?2020-01-03T15:56:36+01:00

Fast alle Psychedelika sind für den Menschen nicht tödlich, heißt, du kannst unmöglich von einer Überdosis sterben. Selbst bei extrem hohen Dosen gibt es nur marginale körperliche Nebenwirkungen. Psychedelische Drogen wirken sich hauptsächlich auf den Geist aus und können deshalb nur dort zu Beschwerden führen.

Alle diese Risiken sind bei der Einnahme einer extrem geringen Menge (Microdosing) drastisch reduziert. In unserer Rubrik zu Psychedelika findest du allerlei Studien zu psychedelischen Substanzen und deren Ergebnisse. Nur eine verschwindend geringen Anzahl an Teilnehmern gab an, negative psychische Effekte erlebt zu haben.

Microdosing ist sicherer und gesünderer für unseren Körper und Geist als anderer psychoaktive Substanzen wie Koffein, Alkohol oder Antidepressiva.

Wie lange wirkt Microdosing?2020-01-02T19:53:24+01:00

Die Wirkungsdauer der Einnahme einer sehr geringen Menge einer psychoaktiven Substanz hängt von der generellen Wirkungsdauer der jeweiligen Substanz ab. Bei LSD wirkt Microdosing zum Beispiel 6-10 Stunden, wohingegen bei psilocybinhaltigen Pilzen Effekte schon noch 4 Stunden wieder aufhören können.

Wenn du mehr zur Wirkungsdauer und Wirkungsweise der einzelnen Substanzen wissen möchtest, empfehlen wir dir unsere Microdosing Anleitungen für alle gängigen psychoaktiven Substanzen.

Mit welchen Drogen funktioniert Microdosing?2020-01-02T19:51:10+01:00

Per Definition beschreibt Microdosing lediglich die Einnahme einer sehr geringen Menge einer Substanz. Somit können so gut wie alle Drogen zum Microdosing verwendet werden.

Allerdings gibt es einige Substanzen, für die Microdosing schon vielfacht erprobt wurde und sogar wissenschaftliche Studien durchgeführt werden.

Hier auf Set&Setting.de findest du alle Drogen, für die Microdosing generell als sicher gilt und zu jeder dieser Substanzen findest du eine ausführliche Anleitung in unserem Microdosing Guide.

Funktioniert Microdosing wirklich?2020-01-02T19:53:48+01:00

Aus Sicht der Wissenschaft sind die sehr schwer wahrnehmbaren Effekte von Microdosing oft nicht leicht zu verifizieren. Es ist also durchaus im Raum des Möglichen, dass die Effekte von denen Menschen berichten die Microdosing betreiben, nur Placebo sind.

Dagegen stehen aber die enorme Anzahl an Berichten von Menschen, die ihr Leben um 180° gedreht haben, seitdem sie Microdosing betreiben. Weiterhin gibt es auch einige wissenschaftliche Studien, die sich mit Microdosing beschäftigen. Diese und noch mehr kannst du bei uns unter der Rubrik „Was ist Microdosing?“ nachlesen.

Werde ich von Microdosing high?2020-01-02T19:53:53+01:00

Das grundsätzliche Ziel von Microdosing ist die Optimierung des Alltagsbewusstseins. Dies bedeutet, dass der Anwender im Alltag verschiedene Vorteile wie z.B. eine gesteigerte Aufmerksam und eine bessere Stimmung erfahren wird.

Psychoaktive Substanzen wie LSD oder psilocybinhaltige Pilze sind für ihre visionären und atemberaubenden Effekte bekannt. Zum Beispiel für die Vermischung von Sinnen, bei der das riechen von Farben oder das sehen von Tönen wahrgenommen wird.

Diese Effekte treten aber in der Regel erst ab einer recht hohen Dosis auf. Bei Microdosing wird nur 10% der üblichen Dosis eingenommen. Wenn du weitere Informationen zu Microdosing und den Effekten von Microdosing suchst, kannst du sie bei unseren Microdosing Anleitungen nachschlagen.

Was bedeutet es Microdosing zu betreiben?2020-01-02T19:53:57+01:00

Microdosing ist die Form der Einnahme kleinster Mengen psychoaktiver Substanzen. Im Gegensatz zu einer vollen Dosis dieser Psychedelika führt das nicht zu einem sogenannten „Trip“, sondern zu nahezu nicht wahrnehmbaren Effekten. Diesen wird nachgesagt, dass sie eine Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit, eine genauere Wahrnehmung und sogar die Linderung von Leiden wie Angststörungen oder Depressionen mit sich bringen.

Microdosing bedeutet, eine solche Dosis in einem regelmäßigen Abstand einzunehmen und so dauerhaft von diesen Effekten zu profitieren. Nach einer anhaltenden Einnahme wird Microdosing wieder eingestellt, damit die Effekte nun auch ohne den Konsum von Substanzen anhalten kann.

Mehr dazu findest du auf unserer Seite „Was ist Microdosing?„.

Kann ich jeden Tag Microdosing betreiben?2020-01-02T19:54:02+01:00

Ja, in manchen Fällen wurde von einer positiven Verbesserung berichtet, bei einer täglichen Anwendung von Microdosing. Da Psychedelika wie Pilze und LSD jedoch rasch zu einer Tolleranzbildung führen, ist es nicht üblich Microdosing jeden Tag durchzuführen.

Deshalb betreiben die allermeisten Menschen Microdosing mit einer gewissen Zeit zwischen der Einnahme, meistens sind das 2-3 Tage Pause.

Wenn du genauere Informationen suchst, empfehlen wir dir unsere Microdosing Anleitungen, die alle weiteren Informationen zum Thema Microdosing enthalten.

Wie viel soll ich microdosen?2020-01-02T19:54:06+01:00

Wie viel du beim Microdosing konsumieren solltest hängt generell von vielen Faktoren ab. Dazu gehören Alter, Geschlecht, Gewicht, Ziel des Microdosing und vor allem die Substanz mit der Microdosing betrieben wird.

Microdosing wird in der Regel die Einnahme einer sehr kleinen Menge eine psychoaktiven Substanz genannt. Meistens sind das unter 10% eine „vollen“ Dosis. Bei LSD sind es zum Beispiel 6-14 Mikrogramm, verglichen mit 100-125 Mikrogramm bei einer vollen Erfahrung.

Bei unseren Microdosing Anleitungen findest du alle Informationen zur Microdosing Dosierung zu den jeweiligen Substanzen.