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MDMA2021-10-02T14:56:23+02:00

Die Ultimative MDMA Anleitung

MDMA, Ecstasy, XTC, Kristalle, M

Auf unserer Infoseite und Anleitung (Guide) zu MDMA in Deutsch findest du alle wichtigen Informationen für die sichere, verantwortungsvolle und strukturierte Einnahme dieser Substanzen.

Disclaimer: MDMA ist eine potentiell illegale Substanz und wir unterstützen oder befürworten den Gebrauch dieser Substanzen nicht, wenn er gegen das Gesetz verstößt. Wir wissen jedoch, dass es trotzdem zu illegalem Drogenkonsum kommt und glauben deshalb, dass Informationen zur Schadensbegrenzung für die bestmögliche Sicherheit der Menschen unerlässlich sind. Aus diesem Grund soll dieser Leitfaden unterstützen, die bestmögliche Sicherheit für derjenigen, die sich für den Gebrauch dieser Substanzen entscheiden, herzustellen.

Begriffserklärung (Was ist MDMA)

MDMA steht für Methylendioxymethamphetamin und ist ein synthetisch hergestelltes Amphetaminderivat. Es gehört zu den Methylendioxyamphetaminen. In der Partyszene ist es als Inhaltsstoff von Ecstasy bekannt und verbreitet.

MDMA tritt in Form von bunten Pillen als Ecstasy auf oder in reiner Form als Kristall oder als Pulver abgefüllt in Kapseln. Es wird geschluckt, selten geschnupft oder rektal eingeführt. Neben MDMA gibt es strukturverwandte Substanzen wie MMDA, MDA, MDEA oder MBDM. Sie alle gelten als Designersubstanzen, da sie synthetisch im Labor hergestellt werden.

Pharmakologie

Die Substanz MDMA bewirkt im Gehirn die Ausschüttung der Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin, und etwas schwächer Dopamin und hemmt deren Rückaufnahme. Diese Botenstoffe beeinflussen massgeblich die Stimmungslage des Menschen. Die Konzentration dieser Botenstoffe im Gehirn ist unter Einwirkung von MDMA ungewöhnlich hoch.

Obwohl MDMA zu den Amphetaminen gezählt wird, ist die Wirkung etwas anders als bei den übrigen Amphetaminen. Einige Autoren/Experten schlagen deshalb vor, MDMA als eigene Substanzklasse zu führen.

Geschichte von MDMA

Synthetisch hergestellt wurde MDMA erstmals 1912 von Anton Köllisch: MDMA fiel als Zwischenprodukt für das blutstillende Medikament Hydrastinin auf. Der Pharmakonzern Merck meldete zwar ein Patent für das Herstellungsverfahren an, dennoch geriet MDMA schnell in Vergessenheit. Der Chemiker Alexander Shulgin entdeckte die Substanz in den 1960er Jahren wieder. Shulgin arbeitete für das amerikanische Unternehmen Dow Chemicals. Er genoss das Privileg, forschen zu dürfen, was immer er wollte und besass zudem eine Sondergenehmigung für die Arbeit mit verbotenen Substanzen.

Shulgin begann mit MDMA zu experimentieren und konzentrierte sich auf die Erforschung und Entwicklung psychoaktiver Substanzen. In seinem Buch PIHKAL, ein Akronym für Phenethylamins I have known and loved, beschreibt Shulgin seine Forschung und Selbstexperimente mit MDMA, MDA und weiteren Substanzen. 1976 sprach Shulgin erstmals auf einer Fachkonferenz zur Pharmakologie von Halluzinogenen über MDMA. Es folgten wissenschaftliche Publikationen über die Wirkung beim Menschen zusammen mit dem Pharmakologen und Chemiker David Nichols. In den 1980ern prägte dieser den Begriff «entaktogen», aus dem Lateinischen „das Innere berührend“. In weiteren Publikationen beschrieb Shulgin die Synthese von MDMA. Wichtig für die Verbreitung war ausserdem, dass Shulgin die Substanz an den US-amerikanischen Psychotherapeuten Leo Zeff weitergab. Dieser setzte MDMA in der Psychotherapie als Herzöffner ein: die Substanz ermöglichte den Patient:innen einen leichteren Zugang zu Gefühlen und inneren Konflikten.

Verbreitung

Der Besitz, Handel und Konsum von und mit MDMA ist in den meisten Ländern verboten. Die Substanz wurde deshalb lange nur geheim im Untergrund von Therapeut:innen eingesetzt. Seit einigen Jahren werden wieder vermehrt Forschungsprojekte bewilligt, um MDMA in der Psychotherapie einzusetzen.

Seit den 1980er Jahren ist Ecstasy und MDMA vor allem in der Club- und Partyszene, an Rave- und Technopartys verbreitet. Der Name Ecstasy wird oft Synonym zu MDMA benutzt obwohl Ecstasy-Pillen nebst MDMA meist weitere Substanzen und Streckmittel enthalten.

Wirkung und Effekte

Die Wirkung tritt bei oraler Einnahme etwa eine halbe Stunde nach Einnahme ein (manche spüren erst nach 90 Minuten eine Wirkung). MDMA setzt den körpereigenen Botenstoff Serotonin frei. Je nach Dosierung wird ca. 80 % des verfügbaren Serotonins ausgeschüttet und die Rückaufnahme gehemmt. Konsument:innen fühlen sich leicht, unbeschwert und euphorisch. Das Sehen und Hören verändert sich, Musik oder Berührungen werden intensiver empfunden. Die Wirkung steigert das Kontaktbedürfnis und baut Hemmungen ab. MDMA gilt deshalb als empathogen und entaktogen: Konsument:innen fühlen sich anderen Menschen nahe und verbunden. Emotionales wird stärker wahrgenommen und berührt einen im Innersten.

Die Ausschüttung der Botenstoffe Noradrenalin und Dopamin wirkt stimulierend und unterdrückt Durst, Hunger und Müdigkeit. Zudem steigen Körpertemperatur und Blutdruck und die Pupillen weiten sich.

entaktogen: lat. das Innere berührend

empathogen: altgriechisch «Empathie», mitfühlen und Endung -gen, «Entstehung»

Wirkungsdauer

Die Wirkung von MDMA dauert vier bis sechs Stunden, wenn es oral eingenommen wird. Für andere Konsum-Formen (z.b. schnupfen) existieren bislang keine verlässlichen Angaben. MDMA kann bis zu 24 Stunden nachwirken und ist im Blutserum während 24 Stunden, im Urin bis zu drei Tagen und in den Haaren mehrere Monate nach dem Konsum nachweisbar.

Dauer bei normaler Dosis (oral)
Insgesamt 3 – 6 Stunden
Wirkungseintritt 30 – 60 Minuten
Peak 1,5 – 2,5 Stunden
Herunterkommen 1 – 1,5 Stunden

Dosierung

Die Dosierung hängt stark davon ab, mit welcher Intention und in welchem Set und Setting  MDMA konsumiert wird. Sie hängt zudem vom Körpergewicht ab.

Dosierung (Milligramm) Einordnung
15 mg Schwellendosis
15 – 60 mg Leichte Dosierung
60 – 120 mg Normale Dosierung
120 – 180 mg Hohe Dosierung
180+ mg Extrem hohe Dosierung (Gefahr!)

Mischkonsum

Generell wird von Mischkonsum abgeraten. MDMA allein erzeugt einen Trip, der alle Sinne und Kapazität in Anspruch nimmt. Bei manchen Medikamenten sind Wechselwirkungen mit MDMA möglich.

Besondere Vorsicht geboten ist bei Mischkonsum mit:

  • 25x-NBOMe: Die Effekte von Mischkonsum mit MDMA sind sehr unberechenbar und physisch anstrengend
  • 5-MeO-xxT – 5-MeO: Wirkung unvorhersehbar, bei Mischkonsum mit MDMA ist Vorsicht geboten
  • Alkohol: beide Substanzen führen zu Dehydrierung und physischer Anstrengung, Alkohol dämpft zudem die Euphorie von MDMA
  • Kokain: blockiert die erwünschten Effekte von MDMA und erhöht bei Mischkonsum das Risiko für Herzinfarkte
  • DOx: die kombinierte stimulierende Wirkung kann zu stark sein. Die unterschiedlich lange Wirkungsdauer kann zu Unwohlsein führen
  • GHB/GBL: Grosse Mengen davon überdecken die Effekte von MDMA, es besteht das Risiko von plötzlichem Verlust des Bewusstseins
  • MXE: Es gibt Berichte von serotonergen Wechselwirkungen (Serotonin Syndrom) bei gleichzeitigem Konsum, MXE zu Ende der MDMA Erfahrung scheint diese Wirkung nicht zu erzeugen.
  • PCP – PCP: erhöht das Risiko von Überstimulation, Manien und Psychose.
  • Tramadol: senkt die Schwelle für Anfälle, besonders gemischt mit MDMA

Die Kombination mit manchen Substanzen führt zu gefährlich hohem Serotonin Spiegel, der das Serotonin Syndrom auslösen kann. Dies kann fatale Folgen haben und muss sofort medizinisch behandelt werden. Das Serotonin Syndrom ist eine ernsthafte Erkrankung, ausgelöst durch eine Anhäufung von Serotonin oder Serotonin-ähnlich wirkenden Substanzen in Teilen des Körpers.

  • MAOIs und MAO-B Inhibitor
  • Serotonin-Ausschütter wie MDM, 4-FA,Mehtamphetamine, Methylone und αMT
  • AMT
  • 2C-T-x
  • DXM

5-HTP: Wird verwendet, um die Serotonin Speicher im Gehirn nach dem MDMA Konsum wieder aufzufüllen. Vor oder während dem MDMA Konsum kann es jedoch zum Serotonin Syndrom führen. Es ist deshalb empfohlen, es erst nach dem Konsum zu nehmen.

Risiken

Als Nebenwirkungen von MDMA können Krämpfe im Kiefer, Zittern der Muskeln, Harnverhalt, Kopfschmerzen Übelkeit/Brechen sowie erhöhter Blutdruck und Puls auftreten. MDMA belastet das Herz-Kreislaufsystem sowie die Leber und Nieren. Zudem steigt die Körpertemperatur an: dadurch kann der Körper dehydrieren und es besteht die Gefahr einer lebensbedrohlichen Überhitzung. Trinke deshalb ausreichend Getränke ohne Alkohol während des Trips. Bei einer Überdosierung können Halluzinationen auftreten. Wenn die Wirkung nachlässt und in den Tagen nach dem Konsum sind depressive Verstimmungen möglich.

Langzeitrisiken

Der Körper benötigt vier Wochen, um den Serotoninhaushalt nach dem Konsum zu regenerieren. Konsumiert man wiederholt in kürzeren Abständen, erhöht sich das Risiko für ein gestörtes räumliches Vorstellungvermögen sowie Schizophrenie-ähnliche Symptome und Panikattacken. MDMA kann die Leber schädigen. Wiederholter und intensiver Konsum kann das Serotoninsystem verändern, eine psychische Abhängigkeit ist möglich.

Set und Setting

Solltest du dich für den Konsum von MDMA entscheiden, so ist das sogenannte Set und Setting zu beachten. In welchem Kontext und mit welcher Motivation möchtest du die Erfahrung machen? Geht es um Freizeitkonsum? Oder um den Wunsch nach Therapie aufgrund eines (mentalen) Problems? Lasse dich in diesem Fall unbedingt von einer kompetenten und erfahrenen Person begleiten und unterstützen. Deine mentale und emotionale Verfassung haben einen grossen Einfluss darauf, wie du die Erfahrung erlebst und was du daraus mitnehmen kannst. Das Alter und bereits gemachte Erfahrung mit erweiterten Bewusstseinszuständen beeinflussen deinen Trip. Du solltest dich und deinen Körper gut kennen und wissen, wie du mit Ängsten und schwierigen Situationen umgehst.

Konsumiere MDMA nur in positiver und sicherer Umgebung und in Begleitung von Menschen, denen du vertraust.

Nutzen

MDMA ist sehr vielversprechend für die Psychotherapie aufgrund seiner entaktogenen sowie empathogenen Wirkung. Die Wirkung wird oft als herzöffnend beschrieben: man fühlt sich anderen Menschen nahe und verbunden. Die eigenen Emotionen werden stärken wahrgenommen und man wird sich seiner Psyche besser bewusst: dies erleichtert den Zugang zu Unterbewusstem. Besonders vielversprechend für die Therapie mit MDMA erscheinen unter anderem folgende Gebiete:

Paartherapie

Mit Hilfe der Substanz können schwierige und verletzende Themen in der Beziehung angesprochen werden, die sonst nicht thematisiert werden. Paare können offen, wertfrei und einfühlend miteinander kommunizieren. Mit MDMA lassen sich sehr intensive Paar-Momente erleben, die ein Paar näher zusammen bringt.

PTBS, Posttraumatische Belastungsstörung

In diesem Bereich wird aktuell vor allem in den USA viel geforscht, die Ergebnisse sind vielversprechend. Die Psyche spaltet Traumata aus Selbstschutz ab und macht sie dadurch schwer oder gar nicht erreichbar für Gesprächstherapie. MDMA ermöglicht es, Traumata anzusehen, sie aus dem Unterbewussten ins Bewusstsein zu holen und zuzulassen, zu bearbeiten und zu integrieren.

Freizeitgebrauch

Eine gute Zeit mit Freunden, einander Nahe sein und tiefe Gespräche wirken positiv auf den Menschen und seine Beziehungen. Eine tolle Party, ausgelassene Stimmung, gute Musik und Tanzen können tragen und die Beziehung zueinander vertiefen.

Forschung

Aktuelle Studien / aktueller Stand der Forschung: Zurzeit wird in verschiedenen Ländern Forschung mit MDMA betrieben, aus der einige vielversprechende Studien hervorgegangen sind. Zwei Beispiele:

  • In den USA wurde MDMA 2017 für die Behandlung von PTBS für eine der letzten Testphasen zugelassen, bevor die Zulassung als Medikament geprüft wird. Die non-profit Organisation MAPS (Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies) https://maps.org unterstützt Forschung und Studien mit Psychedelika.

 

Die SÄPT (Schweizerische Ärztegesellschaft für Psycholytische Therpie) https://saept.ch unterstützt zusammen mit MAPS ebenfalls Studien. In der Schweiz verfügen einzelne Psychotherapeuten über eine Sondergenehmigung für die Therapie mit MDMA in Ausnahmefällen und diese Arbeit wird professionell evaluiert.

Legalität

MDMA ist im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) gelistet und ist deshalb in Deutschland und vielen anderen Ländern nicht handlungsfähig. Der Verkauf, die Weitergabe, Export und Import sind illegal. In manchen Ländern sind Forschung und Therapie mit einer Ausnahmebewilligung erlaubt. Wir befürworten oder vermarkten den Umgang mit dieser Substanz nicht.

Safer Use

  • Auch bei MDMA gilt: konsumiere die Substanz im richtigen Set und Setting und mit der richtigen Dosierung.
  • Trinke während der Wirkung ausreichend alkoholfreie Getränke, da MDMA die Körpertemperatur erhöht.
  • Konsumiere nicht auf vollen oder ganz leeren Magen.
  • Nimm nicht aktiv am Strassenverkehr teil.
  • Nimm dir am Tag nach der Einnahme frei, um dich zu erholen und das Erlebte zu integrieren und reflektieren.
  • Gönne deinem Körper und deinem Serotonin Haushalt mindestens einen Monat Pause bis zum nächsten Konsum.
  • Falls du Medikamente nimmst oder eine Erkrankung hast, informiere dich über mögliche Wechselwirkungen.
  • Lasse deine Substanz vor dem Konsum testen.

Je nach Anwendungsgebiet und Kontext deines Konsums solltest du zudem auf weitere Punkte oder auf manche ganz besonders achten.

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Noch mehr Content zu MDMA bei SET & SETTING: LINK

FAQ

Was bedeutet Set und Setting?2020-01-03T10:19:21+01:00

Set und Setting haben einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Erfahrung eines „Trips“ mit psychedelischen Drogen.

Set = Welches Mindset und welche Erwartungen hast du an die bevorstehende Erfahrung?
Setting = In welchem Umfeld wird die Erfahrung stattfinden?

Psychedelika sind dafür bekannt, dass sie das verstärken, was bereits in uns oder außerhalb von uns ist. Deshalb sind psychedelische Trips oft von Erfahrung zu Erfahrung so unterschiedlich. Gerade verglichen mit anderen Drogen ist es bei Psychedelika deshalb so wichtig, vor der Erfahrung das richtige Set und Setting sicherzustellen.

Wenn du mehr zum sicheren und verantwortungsvollen Gebraucht psychedelischer Substanzen wissen möchtest, besuche unsere Infoseite zu allen Psychedelika wie LSD, Pilzen und mehr.


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