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San Pedro2020-10-07T18:11:28+02:00

Die Ultimative San Pedro Kaktus Anleitung

Chimora, Wachuma , Huachuma, Pachanoi, Gigantón, El Remedio, Kaktus der vier Winde

Auf unserer Infoseite zu San Pedro in Deutsch findest du alle wichtigen Informationen für einen sicheren, verantwortungsvollen und strukturierten Konsum dieser Kaktee.

Disclaimer: Meskalinhaltige Kakteen sind potentiell illegal und wir unterstützen oder befürworten den Gebrauch nicht, wenn er gegen das Gesetz verstößt. Wir wissen jedoch, dass es trotzdem zu illegalem Drogenkonsum kommt und glauben deshalb, dass Informationen zur Schadensbegrenzung für die Sicherheit der Menschen unerlässlich ist. Aus diesem Grund soll dieser Leitfaden die Sicherheit derjenigen gewährleisten, die sich für den Gebrauch dieser Kakteen entscheiden.

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Übersicht

San Pedro (Echinopsis pachanoi) ist eine aus Ecuador bekannter Kaktusart und ist für seine psychedelische Wirkung bekannt. Die in einem Jahr bis zu 35 cm wachsende Pflanze, welche gelegentlich auch weiße Blüten produziert, enthält das psychoaktive Molekül Meskalin, welches als eines der am besten und längsten erforschten Psychedelika gilt.

Die Wirkung von San Pedro wird oft als pathologisch beschrieben (wie z.B. MDMA), also das Gefühl, dass sich der Konsument mit allen Menschen emotional verbunden und verstanden fühlt. Außerdem soll der Kaktus Euphorie erzeugen, starke Halluzinationen auslösen und das Potenzial haben, lebensverändernde Einsichten zu erzeugen. Der Rausch ist auch für seine Länge bekannt und hält zwischen 12 – 18 Stunden an.

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Entscheidend für die Intensität der Erfahrung mit San Pedro ist der Meskalingehalt. Da jede Pflanze unterschiedliche Mengen an Meskalin vorweisen, ist es schwierig genau zu dosieren. Der getrocknete Kaktus verliert 75% seines ursprünglichen Gewichtes und kann nun bis zu 2,375% Meskalin enthalten, während eine frisch geerntete Pflanze meist um die 0,1% enthält.

Geschichte

San Pedro kommt natürlicherweise in der Anden-Gebirgskette in Südamerika vor. Der Kaktus wird als “materia prima”, die Ursuppe des Kosmos, bezeichnet und wird von den Schamanen des Anden-Gebirges schon lange Zeit verehrt. Es wird geschätzt, dass dort ansässige Kulturen (z.B. Moche-Kultur) den Kaktus seit über 3000 Jahren für schamanische Zwecke einsetzen. Überreste von aufgerollten San-Pedro-Fellen, die in Peru entdeckt wurden, datieren ihre Verwendung auf etwa 2200 v. Chr. Weitere Schilderungen des San Pedro Kaktus konnten im antiken Chavín Tempel in Nordperu gefunden werden, in welcher eine mystische Figur den Kaktus hochhält. Datiert werden konnte dieser Fund auf auf ca. 1300 vor Christus. In einer archäologischen Mülldeponie wurden außerdem Überreste von Zigarren gefunden werden, welche aus San Pedro gemacht wurden.

Nach der spanischen Eroberung Südamerikas versuchte die römisch-katholische Kirche, den Einsatz von psychoaktiver Pflanzenmedizin zu unterbinden – was jedoch fehlschlug. Der christlich angehauchte Name San Pedro (von Saint Peter) entwickelte sich nach diesem Fehlschlag und soll bedeuten, dass der Kaktus (genauso wie St Peter) den Schlüssel zum Himmel besaß, ohne dabei die Erde verlassen zu müssen.

Vor der (Wieder-)Entdeckung von San Pedro 1945 waren Botanikern keine meskalinhaltigen Kakteen außer Peyote bekannt. Obwohl sich herausstellte, dass San Pedro weniger Meskalin als Peyote enthielt (<2% in der Trockenmasse und 0,12% frisch), stellte es immer noch eine bedeutende alternative Quelle dar. Doch als Meskalin und Peyote 1970 in den USA verboten wurden (und den Anwendern bis zu 15 Jahre Gefängnis und/oder eine Geldstrafe von 25.000 Dollar drohte), schien San Pedro der Aufmerksamkeit der Gesetzgeber entgangen zu sein. Die Menschen verkauften ihn weiterhin frei als „natürliche und legale“ psychedelische Pflanze und sogar die gängigen Gartencenter führten die Pflanze weiter.

Heutzutage wird San Pedro mehr oder weniger so genutzt, wie es schon immer war, für spirituelle und körperliche Heilung. Anthropologen und Ethnographen, die mit seinem kulturellen Kontext vertraut sind, haben dazu beigetragen, ihn weltweit zu fördern.

Wirkung

Die Wirkung verschiedener Substanzen wie LSD, Psilocybin oder Meskalin sind recht ähnlich. Nicht umsonst erzeugt beispielsweise Meskalin eine Kreuztoleranz zu LSD. Allgemein ist es jedoch sehr schwierig, bewusstseinserweiternde Wirkungen so zu erklären, dass sie mit dem normalen Alltagsbewusstsein nachvollzogen werden können. 

Psychedelika sind dafür bekannt, dass sie verstärkt, was bereits in uns oder außerhalb von uns ist. Deshalb sind psychedelische Trips oft von Erfahrung zu Erfahrung sehr unterschiedlich und nicht voraussagbar. Erwartungen an die Erfahrung mit San Pedro solltest du nicht haben, denn diese können nie erfüllt werden. Die Effekte sind sehr stark von Set (deinem Geisteszustand) und Setting (deiner Umgebung) abhängig, aber auch von der Dosis.

Wirkungsdauer

Die ersten Effekte sollten nach 30 – 50 Minuten spürbar sein, manchmal auch früher. Bis der Höhepunkt der Erfahrung (der Peak) erreicht ist, kann es aber durchaus bis zu 3 Stunden dauern. Der Wirkungseintritt des San Pedro Kaktus ist besonders für seine sanfte und langsame Wirkungsentwicklung bekannt. 

Obwohl die Wirkung 3 – 5 Stunden nach dem Peak generell abgeklungen ist, kann der “Afterglow” noch einige Stunden mehr anhalten. Das ist die Zeit, in der wir das Erlebte reflektieren und in unser Alltagsbewusstsein integrieren zu versuchen.

Dauer bei normaler Dosis (oral)
Insgesamt 12 – 18 Stunden
Wirkungseintritt 1 – 3 Stunden
Peak 3 – 5 Stunden
Herunterkommen 6 – 10 Stunden

Effekte und Risiken

Allgemein sind die Effekte von Meskalin mit denen von LSD und Psilocybin zu vergleichen, aber dennoch eindeutig unterschiedlich. Viele sprechen von der Ähnlichkeit zu MDMA und dass sie sich besonders in Kontrolle und entspannt gefühlt haben – trotz einer hohen Dosierung. 

Verglichen mit anderen meskalinhaltigen Pflanzen wie Peyote, fühlt sich San Pedro milder und angenehmer an, weniger physisch und geistes-aufreibend. Das Hochkommen wird oft begleitet von einem elektrischen und kitzelnden Gefühl in den Adern. Es kann jedoch dennoch zu Übelkeit und Erbrechen kommen, auch wenn es deutlich seltener vorkommt. In schamanischen Kulturen spricht man dabei vom “reinigen des Körpers”. Dieser Effekt ist auch nicht weiter schlimm, du wirst dich kurz danach wieder gut fühlen und kannst der Erfahrung mit Freude entgegenblicken!

Der Höhepunkt der Erfahrung ist typischerweise sehr visuell und führt (bei entsprechender Dosierung) meist zu einer außerkörperlichen Erfahrung und zur Vermischung der Sinne (Synästhesie – Klang “fühlen” oder Gesehenes “riechen”). Die visuellen Effekte inkludieren Strudel voller farbigem Licht, kaleidoskopartige Muster und das Gefühl, dass alles “atmet”. Gewöhnliche Objekte in deinem Umfeld können plötzlich viel interessanter, neuartiger und wunderschön erscheinen – Effekte für die Meskalin besonders bekannt ist. 

Meskalinhaltige Kakteen wie San Pedro können nicht abhängig machen, aber dennoch zu negativen Erfahrungen führen. Die Wahl der Dosis und Vorkehrungen wie das Set und Setting sind deshalb besonders wichtig. Im folgenden Kapitel möchten wir dich vollständig zur Wahl der richtigen Dosis, Vorbereitungsmöglichkeiten und zum Safer Use von psilocybinhaltigen Pilzen aufklären.

Vorbereitung

Vorbereitung ist die halbe Miete. Das zählt besonders wenn es darum geht, potenziell gefährliche Substanzen zu konsumieren. Dazu gehört die Wahl der richtigen Dosis und der mentalen und äußerlichen Vorbereitung.

Bei Fragen zu diesem Thema oder Interesse, unsere professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, bewirb dich hier gerne für ein kostenloses und individuelles Beratungsgespräch.

San Pedro vorbereiten

Der San Pedro Kaktus kann auch unterschiedliche Weise für die Einnahme präpariert werden. Die bekannteste Variante ist es, den Kaktus zu ernten, den äußeren, grünen Teil der Pflanze zu schälen und diesen dann einkochen. In diesem Artikel auf Medium.com könnt ihr genau nachlesen, wie der Autor den Kaktus in der Wildnis findet, erntet, zubereitet und konsumiert. 

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Der Kaktus ist dafür bekannt, dass er in vielen verschiedenen Klimazonen und Temperaturen wachsen kann. Da er natürlicherweise im teilweise regnerischen Andes-Gebirge vorkommt, kann er Temperaturen aushalten, die weit unter dem liegen, welchem andere Kakteen widerstehen können. 

Wenn du den Kaktus selbst anpflanzen möchtest kannst du dir San Pedro Kaktussamen und die passende Kakteenerde kaufen und sie mit dieser Anleitung bei dir im Garten/Balkon/Fensterbrett anbauen.

Wenn du nicht selbst anbauen möchtest, kannst du auch ganze San Pedro Kaktus Kopfstecklinge kaufen und diese dann entweder wieder pflanzen oder konsumieren.

Die richtige Dosis

Da es sich bei San Pedro um eine Pflanze handelt, können wir nicht einfach sagen “nehme XX Milligramm um folgende Wirkungsintensität zu erzielen”. Verschiedene Kakteen haben immer einen unterschiedlichen Meskalingehalt, was das Finden der richtigen Dosierung ziemlich schwierig macht. Schon 50 g getrockneter Kaktus können bis zu 150 mg Meskalin (die Schwellendosis) oder bis zu 1150 mg Meskalin (eine mögliche Überdosis) enthalten

Wenn nichts über den vorliegenden Kaktus bekannt ist, ist es also am besten, mit der kleinstmöglichen Dosis zu beginnen, die wahrscheinlich Wirkungen hervorruft (~7 g getrocknet; 107 g frisch). Wenn du jedoch nur die äußerste Schicht der Pflanze verwendest, wird die Wirkung wahrscheinlich stärker sein. Mehr dazu findest du in der bereits oben verlinkten Anleitung zur Zubereitung des Kaktus.


Der Autor empfiehlt eine etwa unterarmgroßen Teil des Kaktus pro Person vorzubereiten. Er geht dabei jedoch von frei wachsenden Kakteen in Ecuador aus, welche wir nicht automatisch auf jeden anderen Kaktus übertragen können. Doch der Autor sagt auch, dass er den verarbeitetenden Kaktus (in eine trinkbare Flüssigkeit) nicht auf einmal komplett konsumiert. Stattdessen empfiehlt er erst einmal ein drittel zu trinken und dann von dort aus schrittweise weiterzumachen. Diese Vorgehensweise halten wir für sinnvoll und kann so auf jeglichen San Pedro Kaktus angewandt werden.

Set & Setting

Wie oben bereits erwähnt, sind die Effekte des San Pedro Kaktus neben der Dosis, sehr stark von der Vorbereitung und von Set und Setting abhängig. Meskalin ist nämlich dafür bekannt, dass es das verstärkt, was bereits in uns oder außerhalb von uns ist.

Set = Welches Mindset und welche Erwartungen hast du an die bevorstehende Erfahrung?
Setting = In welchem Umfeld wird die Erfahrung stattfinden?

Fragen zur Prüfung deines Sets:

  • Gibt es etwas in dir, dass du verdrängst? San Pedro wird dich unausweichlich damit konfrontieren.
  • Wie fühlst du dich in letzter Zeit? Geht es dir seelisch und körperlich gut?
  • Hast du Angst vor dem was San Pedro dir zeigen wird? Oder ist es eher Respekt?

Wenn du das Gefühl hast, noch nicht das richtige Set zu haben, raten wir dir, dich mehr mit Psychedelika zu beschäftigen. Schau dir zum Beispiel mal unsere Einführung zu Psychedelika an. Um so mehr du über die Substanz lernst, umso einfacher wird es für dich, dich mental auf die Erfahrung einzustellen.

Fragen zur Prüfung deines Settings:

  • Kannst du an dem Ort des Trips du selbst sein? Könntest du dort wie ein Idiot herumtanzen?
  • Bist du unter Menschen die dich kennen und denen du auch deine größten Ängste mitteilen würdest?
  • Gibt es einen Rückzugsort an dem du alleine sein kannst?

Für San Pedro empfehlen wir definitiv ein Setting in der Natur, an einem möglichst einsamen und wunderschönen Ort. Meskalin fördert die Naturverbundenheit stark und kann deshalb seine volle Wirkung nur dort entfalten. Wir raten davon ab, Meskalin in geschlossenen Räumen, Städten oder Partys einzunehmen!!!

Wenn Set & Setting sichergestellt sind, wird ein weiterer Teil der Vorbereitung sein, deine Motivation San Pedro zu konsumieren, abzuwägen. Frage dich einmal, was du mit der Erfahrung erreichen möchtest. 

Meskalin ist keine “Fire & Forget”-Droge (wie z.B. Alkohol, Amphetamine oder MDMA), die du einwerfen kannst, damit du dich besser fühlst!

Nein, es hat die Kraft, dir dein Leben so zu zeigen, wie es wirklich ist. Und wenn du siehst wer du bist, kannst du dich auch fragen, was du daran gerne ändern würdest. Mit der richtigen Motivation kann diese Substanz zu einem starken psychologischen Werkzeug werden, mit dem du deinen Geist auf eine Weise sehen und verändern kannst, die dir bisher verborgen war.




Safer Use Regeln

  1. Nimm San Pedro nur gut vorbereitet ein. Stelle sicher, dass Set, Setting und Dosis stimmen.
  2. Konsumiere früh am morgen. Das Tageslicht wird deinen (bis zu 16 Stunden langen) Trip auf eine angenehme Weise beeinflussen.
  3. Lass deinen Trip von einem nüchternen “Tripsitter” begleiten. Vorzugsweise jemanden mit Psychedelika-Erfahrung.
  4. Die volle Wirkung entfaltet sich erst ca. 3 Stunden nach der Einnahme. Konsumiere deshalb nicht gleich mehr, wenn du das Gefühl hast, dass es zu wenig ist.
  5. Konsumiere nicht auf vollen Magen, aber auch nicht auf einen leeren. Ein kleines Frühstück eine Stunde vor der Einnahme ist perfekt.
  6. Lass dich fallen, versuche nicht gegen die Wirkung anzukämpfen. Negative Erfahrungen rühren davon, dass der Konsument nicht loslassen kann und die Kontrolle behalten möchte.
  7. Nimm dir am Tag nach der Einnahme frei, damit du die Erfahrung reflektieren kannst.

Mischkonsum

Generell empfehlen wir nicht Meskalin mit anderen Substanzen zu mischen. Es erzeugt alleine schon einen so starken psychedelischen Trip, dass all deine Sinne und Kapazitäten davon in Beschlag genommen werden. Mit zusätzlichen Substanzen wirst du Kapazitäten abgeben müssen und schmälerst die tiefgehende Erfahrung des San Pedro Kaktus.

Vermeiden besonders die Kombination von San Pedro mit Blutdruckmedikamenten, Tramadol, Immunmodulatoren, Alkohol und Stimulanzien wie Kokain und Amphetaminen.

Berichten zufolge haben Menschen gute Erfahrungen mit San Pedro und LSD oder Cannabis gemacht. Es scheint auch ein geringes Risiko und eine positive Synergie mit Psilocybin, DMT und Ketamin zu geben.

Pharmakologie

 Der aktive Wirkstoff im San Pedro Kaktus, Meskalin, gehört zu der Klasse der Phenethylamine (wie z.B. MDMA und 2C-B) und nicht wie oft vermutet zu den Tryptaminen (wie Psilocybin und DMT) oder Ergolinen (LSD). Neben Meskalin enthält der Kaktus noch einige weitere aktive Wirkstoffe: Hordenin, Anhalonidin, Anhalonin, Trichocerin, Tyramin. Während Meskalin für die hauptsächliche psychedelische Wirkung verantwortlich ist, wirde vermutet, dass auch die anderen Wirkstoffe ihre Vorteile haben und für die medizinische Einsatzfähigkeit von San Pedro sorgen. Hordenin hat beispielsweise eine antibiotische Wirkung und Anhalonidin kann auf den Anwender beruhigend wirken.

Wie die allermeisten psychedelischen Drogen bindet sich Meskalin im Gehirn an unsere Serotonin-Rezeptoren. Für die psychedelische Wirkung ist jedoch primär der Rezeptor 5HT2A verantwortlich.

Dieser kommt vor allem im präfrontalen Cortex unseres Gehirns an, welcher an unserer kognitive Planung, Persönlichkeit, Entscheidungsfindung und Sozialverhalten beteiligt ist. Dieser Teil des Gehirns wird auch “Default Mode Network” (DMN) genannt, da er eingeschaltet wird, wenn wir uns gerade auf nichts besonderes konzentrieren – der Standard-Betriebsmodus unseres Gehirns.

Video über die Wirkungsweise von Psychedelika im Gehirn:


Diese Serotonin-Rezeptoren werden verlangsamt, weshalb deren Kommunikationsfähigkeit erheblich eingeschränkt wird. Dies führt zur bekannten Persönlichkeitsauflösung und das Default Mode Network wird immer irrelevanter und rückt in den Hintergrund. Die anderen Hirnareale scheinen von dieser Tatsache zu profitieren, da sie nun mehr Ressourcen und Potenzial haben, miteinander zu kommunizieren.

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Diese teilweise chaotischen Verbindungen führen zu Effekten wie Synästhesien (Vermischung der Sinne: Farben schmecken, Musik sehen) und neuen Sichtweisen des Patients auf bisherige Einstellungen und Probleme. Die Entropie des Gehirns wird derart verstärkt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Veränderung der Persönlichkeit nachhaltig erhöht wird, wie in dieser Studie aus 2016 nachgewiesen wurde.

Risiken und Gefahren

Es gibt keinen nachgewiesen Tod eines Menschen, der auf das Verwenden von Meskalin zurückzuführen war. Da es sich um eine international kontrollierte Substanz handelt, ist die Forschung über das langfristige Schadenspotenzial von Meskalin begrenzt. Eine tödliche Dosis wurde nie identifiziert – wahrscheinlich, weil sie zu hoch wäre, um versehentlich zu passieren. Mit anderen Worten: Nach unserem Wissen ist noch nie jemand an einer Meskalin-Überdosis gestorben. 

Die Kombination der Substanz mit MAO-Hemmern und Antidepressiva sollte mit Vorsicht genossen werden. Während manche Anwender davon berichten, die Wirkung des Meskalin mit Moclobemid auf sichere Weise verstärkt zu haben, können wir dies nicht automatisch als für alle anderen Menschen als sicher einstufen – es ist also Vorsicht geboten.

Der größte Risikofaktor eines Rausches mit dem San Pedro Kaktus sind die akuten psychologischen Effekte, welche besonders bei der Einnahme von psychisch labilen Personen auftreten. Das Meskalin des Kaktus  verstärkt die inneren Zustände eines Menschen. Negative Erfahrungen werden nicht davon erzeugt, sondern entstehen durch die Verstärkung der bereits vorhandenen negativen Denkweise. 

Die Tiefe und Stärke einer solchen Erfahrung kann sich manchmal überwältigend und herausfordernd anfühlen, die Risiken sich selbst oder anderen langfristig zu schaden sind jedoch verschwindend gering.




Bei Drogentests

Meskalin kann 1 – 4 Tage nach dem Konsum im Urin nachgewiesen werden, aber es ist weder im Standard- noch im erweiterten Drogentest enthalten. Praktisch alle Labors benötigen einen sehr speziellen Test für Meskalin und testen normalerweise nicht auf diese Substanz.

Persönliches Wachstum

Wissenschaftlicher wie Albert Hofmann, Erfinder des LSD, erkannten schon früh nach der Entdeckung von Psychedelika deren Potenzial und nannten sie “eine vielversprechende Substanz für die Psychotherapie”. Dies bestätigten zahlreiche Studien in den 50ern und 60ern.

Abseits des offiziellen psychotherapeutischen Einsatzes, fanden sie schnell den Weg in die Öffentlichkeit. Während der Jugendbewegung der 60er in den USA, wurden psychedelische Drogen zum Leitsymbol der Gegenbewegung zum Vietnamkrieg. Nach der Prohibition wurden die Substanzen in den Untergrund gedrängt, von wo sie bis heute von Millionen von Menschen weltweit konsumiert werden.

Eine Studie aus dem Jahr 2018 weist eine erhöhte Fähigkeit des Gehirns auf Psychedelika nach, neue Verbindungen zwischen Neuronen zu schaffen und damit die größere Wahrscheinlichkeit, nachhaltige persönliche Änderungen zu schaffen.

Es gibt unzählige Berichte von Menschen, die nach eigener Aussage ihr Leben dank Psychedelika zum Positiven verändert haben. Diese Moleküle sind keine, wie im Volksmund geglaubt, Drogen zum vergessen der eigenen Realität. Nein, sie verstärken die Realität und lassen viele Anwender das erste mal erkennen, wie sie selbst funktionieren und warum sie so sind wie sie sind – was dann dazu führt, dass sie sich in den Aspekten ändern möchten, mit denen sie noch nicht zufrieden sind.

Wenn du dich zu diesem Thema von uns individuell beraten lassen möchtest, schaue gerne einmal hier vorbei.

Psychedelische Therapie

Sorge bei einem San Pedro Trip dafür, dass es für dich die Möglichkeit gibt, dich zurückzuziehen. Alleine sein auf Psychedelika ist die Zeit, die so unglaublich heilend sein kann. Manchmal wirst du dich dazu zwingen müssen, da sich der Trip überwältigend anfühlen kann. Versuche immer an deine Motivation zu denken, warum du den San Pedro Kaktus konsumiert hast. Du willst etwas über dich und dein Leben lernen und er bietet dir eine einmalige Möglichkeit dafür.

Wenn ich das Thema interessiert, kannst du auch mal auf unserem YouTube-Channel vorbeischauen.

Legalität

Obwohl Meskalin in Anhang I des UN-Übereinkommens über psychotrope Stoffe aufgeführt ist und daher international kontrolliert wird, sind natürliche Quellen nicht aufgeführt. In Ländern wie den Niederlanden oder der Ukraine ist San Pedro komplett legal, während er in Deutschland zumindest als dekriminalisiert gilt. 

Die Entkriminalisierung ist zwar keine Freikarte, um San Pedro so zu nutzen, wie man es will. Das hängt meist vom Bundesland oder der Region und vor allem von der Höhe der Menge von San Pedro ab. Die Konfiszierung ist üblich, aber es kann auch andere Folgen wie Geldstrafen oder Führerscheinentzug haben.

Generell können wir aber sagen, dass in Deutschland der Erwerb des San Pedro Kaktus (z.B. als Zierpflanze) vollständig legal ist. Nur der Wirkstoff Meskalin, welcher unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, ist für die Verarbeitung und die Weitergabe strafbar. Der bloße Anbau des Kaktus ist jedoch 100% legal.

San Pedro kaufen

Wie im vorigen Kapitel beschrieben, ist der Kauf eines San Pedro Kaktus legal, wenn er für botanische Zwecke verwendet wird. So findet sich dieser Kaktus überall in Deutschland, in Geschäften oder auch im Internet.

Du kannst beispielsweise 28cm San Pedro Kaktus Stecklinge kaufen (Link Amazon). Eine Alternative sind San Pedro Samen zum selbst anbauen (Link Amazon).

FAQ

Was bedeutet Set und Setting?2020-01-03T10:19:21+01:00

Set und Setting haben einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Erfahrung eines „Trips“ mit psychedelischen Drogen.

Set = Welches Mindset und welche Erwartungen hast du an die bevorstehende Erfahrung?
Setting = In welchem Umfeld wird die Erfahrung stattfinden?

Psychedelika sind dafür bekannt, dass sie das verstärken, was bereits in uns oder außerhalb von uns ist. Deshalb sind psychedelische Trips oft von Erfahrung zu Erfahrung so unterschiedlich. Gerade verglichen mit anderen Drogen ist es bei Psychedelika deshalb so wichtig, vor der Erfahrung das richtige Set und Setting sicherzustellen.

Wenn du mehr zum sicheren und verantwortungsvollen Gebraucht psychedelischer Substanzen wissen möchtest, besuche unsere Infoseite zu allen Psychedelika wie LSD, Pilzen und mehr.


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