fbpx
DMT2020-06-05T03:43:21+02:00

Der Ultimative DMT Guide (Anleitung, Risiken, Nutzen)

The Spirit Molecule

Auf dieser Infoseite zu DMT in Deutsch findest du alle wichtigen Informationen für die sichere, verantwortungsvolle und strukturierte Einnahme von DMT.

Disclaimer: DMT ist eine potentiell illegale Substanz und wir unterstützen oder befürworten den Gebrauch dieser Substanz nicht, wenn er gegen das Gesetz verstößt. Wir wissen jedoch, dass es trotzdem zu illegalem Drogenkonsum kommt und glauben deshalb, dass Informationen zur Schadensbegrenzung für die Sicherheit der Menschen unerlässlich ist. Aus diesem Grund soll dieser Leitfaden die Sicherheit derjenigen gewährleisten, die sich für den Gebrauch dieser Substanz entscheiden.

dmt guide anleitung rauchen pipe trippen wie nehmen konsumieren einnehmen nutzen risiken wirkung effekte

Übersicht

DMT (N,N-Dimethyltryptamin) ist eine natürlich vorkommende Substanz, die zu den vier klassischen Psychedelika (neben LSD, Psilocybin und Meskalin) gehört. Es wirkt indem es sich an den Serotonin 5-HT2A-Rezeptor im Gehirn andockt und so die neuronale Plastizität (die Fähigkeit des Gehirns neue Verbindungen zu schaffen) stark erhöht.

DMT wird seit Jahrtausenden bei spirituellen Zeremonien in Südamerika eingesetzt und ist der aktive Wirkstoff in Ayahuasca. Es wird üblicherweise in Kristallform eingenommen und mit einer Pfeife oder Bong geraucht oder verdampft. DMT erzeugt einen sehr starken aber kurzen (10 – 30 Minuten) halluzinogenen Geisteszustand, der als einer der intensivsten psychedelischen Erfahrungen gilt.

Wie fühlt sich eine DMT-Erfahrung an?


Wie bei den meisten Psychedelika kann dich DMT auf sehr unterschiedliche Weise beeinflussen. Manche genießen diese Erfahrung, andere finden sie überwältigend oder beängstigend.

Was die psychedelische Wirkung betrifft, so wird oft das Gefühl beschrieben, mit Warp-Geschwindigkeit durch einen Tunnel aus hellen Lichtern und geometrischen Formen zu reisen. Andere beschreiben eine außerkörperliche Erfahrung und das Gefühl, sich in etwas anderes verwandelt zu haben. Es gibt auch einige, die berichten, dass sie andere Welten besuchten und mit elfenähnlichen Wesen kommunizierten.

Generell lässt sich die Wirkung von psychedelischen Substanzen nur schwer nachempfinden, wenn du sie selbst noch nicht erlebt hast. Wie würdest du jemandem einen Orgasmus erklären, der noch nie selbst einen hatte?

Wenn du jemanden fragst, wie seine DMT-Erfahrung war, wird er dir wahrscheinlich eine Geschichte erzählen, die sich deinem Verständnis entzieht. Wenn wir einen Höhlenmensch aus der Steinzeit jetzt nach New York teleportieren würden, wäre er total überfordert. Er würde hunderte Menschen, Handys, Autos, riesige Gebäude sehen. Teleportieren wir ihn ein paar Minuten später wieder zurück, hätte er dort einiges zu erzählen. Klar wird es ihm möglich sein, das erlebte so zu beschreiben, dass es grob nachvollzogen werden kann. Aber für viele Dinge fehlen ihm einfach die Wörter, da sie in seiner Sprache noch nicht existieren. Die tiefgreifende Essenz der Erfahrung kann demnach unmöglich nachempfunden werden.

Wirkung und Risiken

Psychedelika sind dafür bekannt, dass sie verstärkt, was bereits in uns oder außerhalb von uns ist. Deshalb sind psychedelische Trips oft von Erfahrung zu Erfahrung sehr unterschiedlich und nicht voraussagbar. 

Erwartungen an einen Trip brauchst du nicht haben, denn diese können nie erfüllt werden. Die Effekte von DMT sind von Set (deinem Geisteszustand) und Setting (deiner Umgebung) abhängig, aber auch von der Dosis.

Wirkung nach Dosis

Grundsätzlich wird die DMT-Dosis in zwei Kategorien unterteilt: Breakthrough oder keinen Breakthrough. Eine Breakthrough-Dosis beträgt mindestens 30 mg, was aber von Person zu Person unterschiedlich ist. Manche berichten auch bei weniger DMT von einer solchen Erfahrung, manche erst ab 50 mg.

Ein Breakthrough ist die Dosis, bei der der Konsument “durchbricht” und sich vollständig von seinem Körper löst, um unumkehrbar in die DMT-Welt einzutauchen.

Dosis Effekte
5 – 10 mg (Microdosing)
  • Gesteigerte Achtsamkeit und Konzentration
  • Körper fühlt sich leichter an
  • Farben wirken “satter”
10 – 20 mg (Minidosing)
  • Deutliche Halluzinationen
  • Körperhigh
  • Verzerrte Wahrnehmung
20 – 30 mg (Mididosing)
  • Verlangen Augen zu schließen
  • Starke Halluzinationen
  • Verlust des Körpergefühls
30+ mg (volle Dosis)
  • Immense Halluzinationen
  • Durchbruch (breakthrough) – Verlust des Ichs
  • Gefühl des Eins-seins mit dem Universum

Wirkungsdauer

Die Wirkungsdauer von DMT variiert je nach Dosierung.

Dauer bei einer vollen Dosis
Insgesamt 15 – 30 Minuten
Wirkungseintritt Wenige Sekunden
Hochkommen Wenige Sekunden
Peak 8 – 15 Minuten
Herunterkommen 5 – 15 Minuten
Nachwirkungen (Afterglow) 0 – 12 Stunden

Effekte und Risiken

Allgemeine Effekte:

  • Erweiterte Pupillen
  • Erhöhter Blutdruck
  • Optische und akustische Pseudohalluzinationen
  • Farben und Töne werden intensiver wahrgenommen
  • Vermischung von Sinneseindrücken (Synästhesie)
  • Verlust des Ich-Gefühls

Negativen Effekte und Risiken:

  • Aufregung
  • schnelle, rhythmische Bewegungen des Auges
  • Schmerzen oder Engegefühl in der Brust
  • Schwindelgefühl

Um möglichst keine negativen Effekte und Risiken zu erfahren, empfehlen wir dir dich aufmerksam mit DMT zu beschäftigen. Ein unbewusster Konsum von Drogen führt meist dazu, dass du dich nicht mit den Risiken auskennst und einen unvernünftiges Konsumverhalten entwickelst.

DMT kann nicht abhängig machen, aber dennoch zu negativen Erfahrungen führen. Die Wahl der Dosis und Vorkehrungen wie das Set und Setting sind deshalb besonders wichtig. Im folgenden Kapitel möchten wir dich vollständig zur Wahl der richtigen Dosis, Vorbereitungsmöglichkeiten und zum Safer Use von DMT aufklären.

Dosierung & Vorbereitung

Solltest du dich dazu entschieden haben DMT zu konsumieren, wollen wir dir hier alle wichtigen Informationen zur Verfügung stellen.

Bei Fragen zu diesem Thema oder Interesse, unsere professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, bewirb dich hier gerne für ein kostenloses und individuelles Beratungsgespräch.

Wie kann ich DMT konsumieren?

DMT gibt es normalerweise als weißes (manchmal gelbliches) kristallines Pulver und kann geraucht, vaporisiert, gespritzt oder geschnupft werden. Um DMT oral konsumieren zu können, wird es mit MAO-Hemmern in einem Gebräu (Ayahuasca) vermischt.

Die gängigste Konsumform ist es aus einer Pfeife zu rauchen. Am günstigsten und einfachsten geht das mit einer extra langen Ölpfeife von Amazon, mehr brauchst du nicht. Das DMT-Pulver kannst du damit verdampfen und inhalieren, eine Video-Anleitung findest du hier.

Mit einer Feinwaage (unsere Empfehlung: 0,001 g Milligramm Feinwaage) kannst du im Milligrammbereich arbeiten und extrem genau dosieren.

Weitere Möglichkeiten zum Rauchen von DMT sind “the machine” oder mit einem Vaporizer. Diese Varianten benötigen mehr Aufwand und Kosten, produzieren aber einen Rauch, der sich für die meisten Menschen angenehmer in der Lunge und im Rachen anfühlt.

Welche Dosis ist die richtige für mich?

DMT wird in den letzten Jahren von immer mehr Menschen konsumiert. Dadurch werden immer unterschiedlichere Präferenzen bei der Dosis bekannt. Die meisten Menschen konsumieren die Droge um einen Breakthrough zu erreichen (volle DMT-Erfahrung) und verwenden deshalb mindestens 30 mg, meist aber mehr – bis zu 50 mg.

Wenn du noch nicht viel Erfahrung mit psychedelischen Drogen hast, empfehlen wir kleiner anzufangen, damit du mal DMT-Luft schnuppern kannst, ohne gleich aus der Realität geblasen zu werden. Am Besten mit 10 – 15 mg. Das zweite mal kannst du dann die volle Dosis angehen.

Wenn du schon Erfahrung mit anderen Psychedelika mit höheren Dosierungen gemacht hast, kannst du auch direkt mit einer Breakthrough-Dosis einsteigen, da diese das Ziel eines DMT-Trips ist.

Manche Anwender konsumieren DMT fast ausschließlich in geringen Dosen (Micro- und Minidosing) um sich so einen alltagstauglicheren, kurzen psychedelischen Rausch zu induzieren. Dies funktioniert am besten mit der Vaporizer-Methode.

Toleranz

In einigen Lektüren wird oft davon gesprochen, dass DMT keine wirkliche Toleranzbildungseigenschaft besitzt. Das bedeutet, du kannst direkt nach einem DMT-Trip wieder in den nächsten starten.

Unserer Erfahrung nach stimmt das aber nicht ganz, denn wir hatten das Gefühl, dass DMT eine kleine Toleranz aufbaut. 45 Minuten nach einem DMT-Trip kannst du jedoch ohne Toleranz den nächsten DMT-Trip starten. Du kannst es einfach mal selbst ausprobieren und uns dann Bescheid geben, wie es sich bei dir verhält.

Wie bereite ich mich auf DMT vor? (Set & Setting)

Wie bereits oben erwähnt, ist die DMT-Erfahrung, neben der Dosis, sehr stark von Set und Setting abhängig. Die Droge ist dafür bekannt, dass sie das verstärkt, was bereits in uns oder außerhalb von uns ist.

Set = Welches Mindset und welche Erwartungen hast du an die bevorstehende Erfahrung?
Setting = In welchem Umfeld wird die Erfahrung stattfinden?

Fragen zur Prüfung deines Sets:

  • Wie fühlst du dich in letzter Zeit? Geht es dir seelisch und körperlich gut?
  • Hast du Angst vor dem was DMT dir zeigen werden? Oder ist es eher Respekt?
  • Bist du bereit dein Leben zu ändern, wenn DMT dir die Wahrheit zeigen wird?

Wenn du das Gefühl hast, noch nicht das richtige Set zu haben, raten wir dir, dich mehr mit Psychedelika zu beschäftigen. Schau dir zum Beispiel mal unsere Einführung zu Psychedelika an. Umso mehr du über die Substanz lernst, umso einfacher wird es für dich, dich mental auf die Erfahrung einzustellen.

Das Setting für DMT unterscheidet sich von anderen Psychedelika. Da der Trip nur recht kurz aber extrem intensiv ist, solltest du alles um dich herum so gestalten, dass du für die nächsten 30 Minuten ungestört sein wirst. Wenn du DMT nicht alleine konsumieren möchtest, dann hole dir einen Tripsitter, deine beste Freundin / dein bester Freund. Wir empfehlen nicht mehr als eine andere Person im Raum zu haben.

Menschen auf DMT wollen üblicherweise liegen und die Augen schließen. Bereite dir deshalb am Besten eine gemütliche Couch oder ein Bett vor, auf welche du dich (nachdem du sitzend das DMT geraucht hast) nach hinten fallen lassen kannst.

Während des Trips sollten eventuelle andere Menschen im Raum nicht sprechen und es sollte bis zum Ende der Erfahrung Ruhe herrschen. Der Trippende bricht dann die Stille

Wenn Set & Setting sichergestellt sind, wird ein weiterer Teil der Vorbereitung sein, deine Motivation DMT zu konsumieren, abzuwägen. Frage dich einmal, was du mit der Erfahrung erreichen möchtest. 

DMT ist keine “Fire & Forget”-Droge (wie z.B. Alkohol, Amphetamine oder MDMA), die du einwerfen kannst, damit du dich besser fühlst!

Nein, es hat die Kraft, dir das Universum so zu zeigen, wie es wirklich ist. Mit der richtigen Motivation kann diese Droge zu einem starken psychologischen Werkzeug werden, mit dem du deinen Geist auf eine Weise sehen und verändern kannst, die dir bisher verborgen war.

Safer Use Regeln

  1. Nimm DMT nur gut vorbereitet ein. Stelle sicher, dass Set, Setting und Dosis stimmen.
  2. Konsumiere nicht auf vollen Magen, aber auch nicht auf einen leeren.
  3. Lass dich fallen, versuche nicht gegen die Wirkung anzukämpfen. Negative Erfahrungen rühren davon, dass der Konsument nicht loslassen kann und die Kontrolle behalten möchte.
  4. Taste dich mit einer halben Dosis heran, wenn du noch unerfahren mit psychedelischen Drogen bist.
  5. Nehme DMT nur an einem ruhigen Ort ein, an dem du dich fallen lassen und die Augen schließen kannst.
  6. Meditiere für ein paar Minuten bevor du DMT konsumierst. Entspanne deinen Geist und Körper.

Mischkonsum

Generell empfehlen wir nicht DMT mit anderen Substanzen zu mischen. Es erzeugt nämlich alleine schon einen so starken psychedelischen Trip, dass all deine Sinne und Kapazitäten davon in Beschlag genommen werden. Mit zusätzlichen Substanzen wirst du Kapazitäten abgeben müssen und schmälerst die tiefgehende Erfahrung von DMT.

Wenn du DMT dennoch mit einer anderen psychoaktiven Substanz mischen möchtest, dann schaue dir hier unsere Erfahrungen zum Mischkonsum an.

DMT mit Cannabis (Weed)

Cannabis verstärkt die Wirkung von DMT und kann einen schwächeren Trip schnell zu einem starken machen. DMT und Cannabis sind beides Pflanzen und deren Wirkung weist viele Parallelen auf. So beschreiben Konsumenten die Effekte bei beiden Substanzen als “rund”, “organisch” und “atmend”.

Wenn du nur selten Cannabis konsumierst, kann Cannabis schnell zu paranoiden Gedanken führen kann. Wir wissen, dass besonders regelmäßige Konsumenten (täglich bis mehrfach wöchentlich) dazu neigen, Cannabis mit DMT zu mischen. Dies gibt ihnen meist ein vertrautes Gefühl, da es dem DMT-Trip eine Cannabis-Note verleiht. Unserer Meinung nach schmälert das allerdings die echte DMT-Erfahrung, weshalb wir davon abraten, selbst wenn der Trip psychisch herausfordernd wird.

DMT ist kein Spielzeug, sondern ein Werkzeug. Die mystische und spirituelle Erfahrung ist alleine schon so machtvoll, dass sie in ihrer reinen Form entfaltet werden sollte. Wir raten deshalb davon ab, DMT mit Cannabis zu mischen, weder davor, gleichzeitig noch danach. 

DMT mit MDMA (Ecstasy)

Unserer Erfahrung nach lässt sich DMT mit MDMA mischen, wenn das DMT beim Herunterkommen des MDMAs eingenommen wird. Wir empfehlen dann aber keine volle Dosis, sondern 10 – 15 mg. 

DMT mit LSD

Eine der bekannteren Mischkonsum-Formen ist LSDMT. Viele bezeichnen sie als die tiefgreifendste Erfahrung, die sie je hatten. Üblicherweise wird das DMT auf dem Peak des LSD konsumiert.

Diese Kombination ist wirklich nur etwas für sehr erfahrene Psychonauten. Auch mit einigen Trips auf dem Buckel, fühlen sich die meisten Menschen auf dem Peak von LSD psychisch bereits “ausgereizt” genug. Erst mit genügend Erfahrung wird es möglich, währenddessen diese extreme Kombination auszuprobieren.

Geschichte

Der früheste datierte Gebrauch von DMT geht auf das achte Jahrhundert zurück, wo es als Zutat für verschiedene psychoaktive Schnupftabaks verwendet wurde. DMT kommt in verschiedenen Pflanzen natürlich vor, beispielsweise in den Samen der Anadenanthera peregrina, welche die Hauptzutat für Cohoba-Schnupftabak ist. Außerdem wurde mit DMT schon früh das Gebräu Ayahuasca hergestellt, welches in spirituellen Zeremonien in Südamerika verwendet wurde und wird.

In der westlichen Kultur wurde DMT das erste mal 1931 von Richard Manske, einem kanadischen Chemiker, synthetisiert. 1946 Entdecke Mikrobiologe Oswaldo Gonçalves de Lima, dass DMT natürlich in verschiedenen Pflanzen vorkommt. Da DMT damals nicht für den medizinischen Gebrauch gedacht war, dauerte es bis 1956, als Stephen Szara (ungarischer Chemiker und Psychologe) als erster Mensch DMT von der Pflanze Mimosa hostilis extrahierte und selbst einnahm.

Die erste Welle der klinischen Forschung folgte und gewann an Traktion, als 1965 entdeckt wurde, dass DMT im Blut und Urin normaler Menschen gefunden werden kann. Nach der Verabschiedung des Gesetzes über kontrollierte Substanzen (Controlled Substances Act 1970) nahm die Forschung mit Psychedelika sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa für viele Jahre ab.

Rick Strassman leistete in den 1990er Jahren Pionierarbeit zur Forschung mit Psychedelika, da er der Meinung war, dass die tiefgreifenden Auswirkungen auf das Bewusstsein haben und das eine weitere Erforschung rechtfertigt. Er veröffentlichte eine Reihe von bahnbrechenden Studien, darunter detaillierte Dosis-Wirkungs-Experimente, bei denen die Halluzinogen-Ratingskala zur Messung subjektiver Erfahrungen verwendet wurde. Später veröffentlichte Strassman im Jahr 2000 das populäre Buch “The Spirit Molecule”, das bis heute als Wegweise für die vielen Anwendungsmöglichkeiten von DMT gilt.

Dieses neue Interesse an DMT wurde mit der Veröffentlichung von dem Buch “Tihkal” fortgesetzt. Darin werden die persönlichen Studien vom Ehepaar Ann und Alexander T. Shulgin über die psychopharmakologischen Eigenschaften der Tryptamine, einschließlich DMT, beschrieben.

Pharmakologie

Wie wirkt DMT im Gehirn?


Induziert in den menschlichen Körper, bindet sich DMT an verschiedene Serotonin-Rezeptoren, primär an den Typ 5HT2A. Dieser kommt vor allem im präfrontalen Cortex unseres Gehirns an, welcher an unserer kognitive Planung, Persönlichkeit, Entscheidungsfindung und Sozialverhalten beteiligt ist. Dieser Teil des Gehirns wird auch “Default Mode Network” (DMN) genannt, da er eingeschaltet wird, wenn wir uns gerade auf nichts besonderes konzentrieren – der Standard-Betriebsmodus unseres Gehirns.

Diese Serotonin-Rezeptoren werden verlangsamt, weshalb deren Kommunikationsfähigkeit erheblich eingeschränkt wird. Dies führt zur bekannten Persönlichkeitsauflösung durch Psychedelika und das Default Mode Network wird immer irrelevanter und rückt in den Hintergrund. Die anderen Hirnareale scheinen von dieser Tatsache zu profitieren, da sie nun mehr Ressourcen und Potenzial haben, miteinander zu kommunizieren.

difference microdosing lsd psylocobin brain activity

Ähnlich wie bei Psilocybin, führen diese teilweise chaotischen Verbindungen durch DMT zu Effekten wie Synästhesien (Vermischung der Sinne: Farben schmecken, Musik sehen) und neuen Sichtweisen des Anwenders auf bisherige Einstellungen und Probleme. Bei psychedelischen Drogen wird die Entropie des Gehirns derart verstärkt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Veränderung der Persönlichkeit nachhaltig erhöht wird, wie in dieser Studie aus 2016 nachgewiesen wurde.

Toxizität

Das genaue toxische Profil von DMT ist nicht bekannt, aber Studien mit Nagetieren legen nahe, dass eine tödliche Dosis beim Menschen extrem hoch wäre; mehr als das 20-fache der typischen Dosis, die während einer Ayahuasca-Zeremonie verabreicht wird.

Eine Gruppe erfahrener Anwender wurde gebeten, die Sicherheit von DMT zu bewerten, wobei 55% der Befragten die Droge als „sehr sicher“ und 38% als „ziemlich sicher“ bezeichneten. Die Hauptrisiken waren ein „bad trip“ (51%), wessen Wahrscheinlichkeit höher zu sein scheint, als bei den anderen klassischen Psychedelika LSD und Psilocybin.

Risiken und Gefahren

DMT beeinflusst das Serotonin-System und sollte nicht gleichzeitig mit einer der folgenden Substanzen eingenommen werden:

  • SSRI’s (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, wie z.B. Prozac)
  • Antihypertensiva (Bluthochdruck-Medikament)
  • Appetitzügler (Diätpillen)
  • Medikamente gegen Asthma, Bronchitis oder andere Atembeschwerden; Antihistaminika, Medikamente gegen Erkältungen, Nebenhöhlenerkrankungen, Heuschnupfen oder Allergien (alle Medikamente, die Dextromethorphan/DXM oder DM, DX oder Tuss im Namen enthalten)
  • ZNS (Zentrales Nervensystem)-Depressiva (Xanax, Ativan usw.)
  • Vasodilatatoren
  • Antipsychotika
  • Barbitursäurepräparate
  • Alkohol

Und auch nicht mit illegalen Drogen, die in Kombination mit MAOIs sehr gefährlich sind:

  • Kokain
  • Amphetamine (Meth-, Dex-, Amphetamin), Ephedrin, MDMA (Ecstasy), MDA, MDEA, PMA
  • Opiate (Heroin, Morphin, Kodein und insbesondere Opium)
  • Dextromethorphan (DXM)
  • Muskatnuss

Weitere, ebenfalls gefährliche Kombinationen:

  • Meskalin (jedes Phenethylamin)
  • Barbitursäurepräparate
  • Alkohol
  • Kratom
  • Kava
  • 5-MEO-DMT

Persönliches Wachstum

Wissenschaftlicher wie Albert Hofmann, Erfinder des LSD, erkannten schon früh nach der Entdeckung von Psychedelika deren Potenzial und nannten sie “eine vielversprechende Substanz für die Psychotherapie”. Dies bestätigten zahlreiche Studien in den 50ern und 60ern.

Während der therapeutische Wert von DMT noch nicht so viel erforscht wurde, wie dies bei anderen psychedelischen Drogen der Fall ist, wird das DMT-haltige Gebräu Ayahuasca seit langem traditionell zur Behandlung verschiedener psychologischer Krankheiten, einschließlich Stimmungsstörungen und Sucht, verwendet. Ayahuasca hat in der modernen Welt als potenzielle Behandlung von Depressionen und Sucht eine Zunahme des Gebrauchs erlebt.

Eine Überprüfung von sechs Studien zwischen 1990 und 2015 ergab, dass DMT (zusammen mit LSD und Psilocybin) ein vielversprechendes Potenzial für die Behandlung von Depressionen, Angstzuständen, Tabak- und Alkoholabhängigkeit hat.

Wie du DMT zur Persönlichkeitsentwicklung einsetzen kannst

Wie bei allen psychedelischen Substanzen, ist ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Einnahme, dass du dich mit deiner Motivation beschäftigst. Bist du einfach neugierig darauf, wie sich DMT anfühlt? Klar, das ist eine nachvollziehbare Motivation. Sei dir aber bewusst, dass DMT eine der intensivsten psychedelischen Erfahrungen erzeugt, von der wir aktuell wissen. “Einfach mal so” und unvorbereitet DMT zu konsumieren könnte dich überfordern und zu einer negativen Erfahrung führen.

Wenn du dich zu diesem Thema von uns individuell beraten lassen möchtest, schaue gerne einmal hier vorbei.

Auf der anderen Seite ist es wiederum nicht möglich, etwas bestimmtes von DMT zu erwarten oder sich zu erhoffen. Du kannst so eine Erfahrung nicht voraussehen, das haben Psychedelika grundsätzlich so an sich. Sie lösen keine bestimmten Gefühle in dir aus, sie verstärken das was bereits da ist. Alles was du auf DMT siehst kommt von dir, kommt von innen. Dir werden Perspektiven auf die Welt gezeigt werden, die du bisher vielleicht nicht gesehen hast. 

Gehe ohne Angst, Erwartungen und Hoffnungen an DMT heran, dann hast du die richtige Motivation für DMT.

DMT selbst herstellen

Es gibt viele Möglichkeiten DMT aus DMT-haltigen Pflanzen zu extrahieren. Die Chemie dahinter ist relativ einfach, aber der Extraktionsprozess selbst sollte mit Vorsicht angegangen und mit Genauigkeit durchgeführt werden, um qualitativ gute Ergebnisse zu erzielen.

Die einfachste Methode zur Extraktion von DMT besteht darin, die zerkleinerte Pflanzenmasse in einer basischen Lösung – meist Natriumhydroxid (NaOH) – aufzulösen.

Es gibt noch komplexere Methoden zur Extraktion von DMT und im Allgemeinen gilt: Je mehr Arbeit sie erfordern, desto besser und reiner wird die Ausbeute sein. Du findest hier sehr viele detailliert beschriebene Methoden.  Wir empfehlen den Noman’s tek als die beste Methode bezüglich des Verhältnis von Komplexität und Ausbeute. 

Mythen

„DMT wird in der Zirbeldrüse beim Tod oder einer Nahtoderfahrung produziert und freigesetzt“

Seit Jahren gibt es eine heftige Debatte darüber, ob DMT eine natürlich im menschlichen Körper vorkommende chemische Verbindung ist oder nicht. Erst waren in einer Reihe von Pflanzen und Tieren gefunden worden und 1965 konnten deutsche Forscher es in menschlichem Blut und Urin isolieren, auch wenn die Glaubwürdigkeit dieser Ergebnisse kritisiert wurde. Spätere Studien haben jedoch natürlich vorkommendes DMT in menschlichem Blut, Urin, Kot, Nieren- und Lungengewebe sowie in der Rückenmarksflüssigkeit nachgewiesen. Im Jahr 2014 fand eine Studie heraus, dass DMT die Immunantwort in einigen Zellen durch Simga-1-Rezeptoren unterstützt und möglicherweise eine Rolle bei der Geweberegeneration spielt.

Die wahre Debatte ist jedoch, ob DMT im Gehirn produziert wird oder nicht. Einige neue Beweise deuten darauf hin, dass dies der Fall sein könnte. Im Jahr 2013 isolierten Wissenschaftler DMT aus der Zirbeldrüse der Ratte und bewiesen damit, dass das Säugetiergehirn zumindest in der Lage ist, die Substanz zu produzieren. Ob DMT im menschlichen Gehirn tatsächlich produziert wird, muss noch verifiziert werden.

Rick Strassman wird manchmal beschuldigt, in seinem Buch „The Spirit Molecule“ falsche Aussagen ins Feuer dieser Debatte zu werfen. Was er dazu meinte:

„Ich habe mit meinem Buch mein Bestes getan, um zwischen dem, was bekannt ist und dem, was ich (auf der Grundlage des Bekannten) vermutete, in Bezug auf bestimmte Aspekte der DMT-Dynamik zu unterscheiden. Es ist jedoch erstaunlich, wie wenig effektiv meine Bemühungen gewesen zu sein scheinen. So viele Leute schreiben mir oder anderenorts über DMT und die Zirbeldrüse in der Annahme, dass die Dinge die ich vermutete, wahr sind. Als ich das Buch schrieb, dachte ich, ich hätte mich klar genug diesbezüglich ausgedrückt.

Außerdem sagte er:

„Wir wissen nicht, ob DMT in der Zirbeldrüse hergestellt wird. Ich habe eine Menge Indizien gesammelt, die einen Grund dafür liefern, die Zirbeldrüse lange und gründlich zu untersuchen, aber wir wissen es noch nicht. Es gibt Daten, die darauf hindeuten, dass DMT im Urin bei psychotischen Patienten ansteigt, wenn sich ihre Psychose verschlimmert. Wir wissen jedoch nicht, ob DMT während Träumen, Meditation, Nahtod, Tod, Geburt oder einem anderen endogenen veränderten Zustand ansteigt“.

Legalität

Nach dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über psychotrope Stoffe von 1971 ist DMT weltweit weitgehend illegal, wobei der Grad der Durchsetzung dieses Gesetzes unterschiedlich ist. Dies hängt in der Regel davon ab, ob sich die Regierung der Existenz dieser Substanz bewusst ist. Die Pflanzen, die DMT enthalten, sind nicht per se illegal, aber sobald das DMT extrahiert wird, wird es zu einer illegalen Substanz.

Auch wenn DMT als Bestandteil des Ayahuasca-Gebräus verwendet wird, gibt es einige wenige Ausnahmen, die es bestimmten Gruppen für religiöse Zwecke erlauben – zum Beispiel in Costa Rica, Brasilien und Italien.

FAQ

Was bedeutet Set und Setting?2020-01-03T10:19:21+01:00

Set und Setting haben einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Erfahrung eines „Trips“ mit psychedelischen Drogen.

Set = Welches Mindset und welche Erwartungen hast du an die bevorstehende Erfahrung?
Setting = In welchem Umfeld wird die Erfahrung stattfinden?

Psychedelika sind dafür bekannt, dass sie das verstärken, was bereits in uns oder außerhalb von uns ist. Deshalb sind psychedelische Trips oft von Erfahrung zu Erfahrung so unterschiedlich. Gerade verglichen mit anderen Drogen ist es bei Psychedelika deshalb so wichtig, vor der Erfahrung das richtige Set und Setting sicherzustellen.

Wenn du mehr zum sicheren und verantwortungsvollen Gebraucht psychedelischer Substanzen wissen möchtest, besuche unsere Infoseite zu allen Psychedelika wie LSD, Pilzen und mehr.