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Pilze (Psilocybin)2020-06-05T04:03:38+02:00

Die Ultimative Zauberpilze Anleitung (Dosierung, Risiken, Nutzen)

psilocybinhaltige Pilze, Magic Mushrooms, halluzinogene Pilze

Auf unserer Infoseite zu psilocybinhaltigen Pilzen in Deutsch findest du alle wichtigen Informationen für die sichere, verantwortungsvolle und strukturierte Einnahme dieser Substanz.

Disclaimer: Psilocybinhaltige Pilze sind potentiell illegale Substanzen und wir unterstützen oder befürworten den Gebrauch dieser Substanzen nicht, wenn er gegen das Gesetz verstößt. Wir wissen jedoch, dass es trotzdem zu illegalem Drogenkonsum kommt und glauben deshalb, dass Informationen zur Schadensbegrenzung für die Sicherheit der Menschen unerlässlich ist. Aus diesem Grund soll dieser Leitfaden die Sicherheit derjenigen gewährleisten, die sich für den Gebrauch dieser Substanz entscheiden.

Übersicht

Psilocybinhaltige Pilze gehören zu den vier klassischen Psychedelika (neben LSD, Meskalin und DMT. Diese „Zauberpilze“ die zu dieser Gruppe gehören enthalten die psychedelisch wirkenden Substanzen Psilocybin und Psilocin.

Der erste nachgewiesene Konsum dieser Zauberpilze datiert sich auf ca. 7000 – 8000 v. Chr. und trägt sich bis heute in unterschiedlichsten Kulturen. Psilocybin ist bekannt für seine geist-öffnende Wirkung, viele Anwender sprechen von nachhaltigen, lebensverändernden Erfahrungen mit diesen Pilzen. In den letzten Jahren gewinnt Psilocybin besonders durch die Anwendung von Microdosing großer Beliebtheit.

Wie fühlt sich ein Psilocybin-Pilztrip an?

Die Bewusstseinsveränderung von psychedelischen Substanzen lässt sich schwer nachempfinden, wenn du sie selbst noch nicht erlebt hast. Wie würdest du jemandem einen Orgasmus erklären, der noch nie selbst einen hatte?

Bei Alkohol oder Heroin bewegst du dich weg von dir selbst, du betäubst deine Sinne. Pilze hingegen ziehen dich in dich hinein. Es fühlt sich so an, als ob all deine Sinne verstärkt werden, die positiven sowie die negativen. Du wirst eine unberührtere Wahrnehmung deines Umfelds bekommen, fast wie ein Kind.

Als Kind nimmst du die Realität so auf wie sie ist, dein Gehirn filtert Unwichtiges nicht raus. Dann im Laufe deines Lebens entwickelst du deine Erwartungen und Konventionen vom Leben, die aus deinen Erfahrungen entstanden sind. Mit diesen trifft dein Gehirn dann Annahmen über deine Wahrnehmung und spart so viel Zeit und Energie um den Alltag zu meistern, z.B. wenn du versucht herauszufinden, was das für grüne Punkt in deinem Sichtfeld sind (die Blätter eines Baums).

Psilocybin entfernt diese Annahmen. Ohne sie bist du wieder auf das angewiesen was du fühlst und denkst. Alles ist intensiviert, neue Reize überraschen dich, deine Neugier ist riesig und du nimmst die Welt ohne Filter war, so wie sie wirklich ist.

Wir hoffen, dass dir diese abstrakte Beschreibung eines Psilocybin-Trips geholfen hat, dessen Wirkung nachempfinden zu können.

Wirkung und Risiken

Psychedelika sind dafür bekannt, dass sie verstärkt, was bereits in uns oder außerhalb von uns ist. Deshalb sind psychedelische Trips oft von Erfahrung zu Erfahrung sehr unterschiedlich und nicht voraussagbar. 

Erwartungen an einen Trip solltest du nicht haben, denn diese können nie erfüllt werden. Die Effekte von Zauberpilzen sind sehr stark von Set (deinem Geisteszustand) und Setting (deiner Umgebung) abhängig, aber auch von der Dosis.

Wirkung nach Dosis

Achtung: Psilocybinhaltige Pilze unterscheiden sich oft stark in ihrem Psilocybingehalt. Nicht nur die Gattung der Pilze, sondern auch wie sie gezüchtet, geerntet und getrocknet wurden spielt eine Rolle. Wenn du noch keine Erfahrungswerte mit deinen Pilzen gemacht hast, fange besser immer mit etwas weniger an, wie du normalerweise nehmen würdest.

Unsere Informationen zu Dosis und Wirkung sind an die Gattung des Kubanische Kahlkopf (Psilocybe cubensis) angelehnt, da dies der meist verbreitete psilocybinhaltige Pilz ist. Es gibt jedoch auch Zauberpilze mit geringerem oder höherem Psilocybingehalt.

Dosis (getrocknet) Effekte
50 – 250 mg (Microdosing)
  • Kaum wahrnehmbare psychedelische Effekte
  • Erhöhte Konzentrationsfähigkeit
  • Gesteigerte Stimmung
0,25 – 0,75 g (Minidosing)
  • Veränderte Wahrnehmung
  • Farben wirken “satter”
  • Schwierigkeiten sich zu konzentrieren
0,75 – 1,25 g (Mididosing)
  • Erste visuelle Verzerrungen
  • Lichter werden heller
  • Beeinflusstes Zeitgefühl
1,25 – 2,5 g (volle Dosis)
  • Deutliche Halluzinationen
  • Verringertes Selbstgefühl
  • Verstärktes Körpergefühl (body high)
2,5 – 5 g (starke Dosis)
  • Auflösung des Selbst beginnt
  • Synästhesie (Vermischung der Sinne)
  • Gefühl der Verbundenheit mit allen Menschen und Dingen
5+ g (heroische Dosis)
  • Sehr starke visuelle Effekte
  • Vollständige Auflösung des Selbst
  • Spirituelle oder mystische Erfahrung

Wirkungsdauer

Die Wirkungsdauer von Zauberpilzen variiert je nach Dosierung.

Dauer bei einer normalen Dosis
Insgesamt 4 – 8 Stunden
Wirkungseintritt 15 – 45 Minuten
Hochkommen 15 – 60 Minuten
Peak 2 – 3 Stunden
Herunterkommen 2 – 4 Stunden

Effekte und Risiken

Allgemeine Effekte:

  • Erweiterte Pupillen
  • Erhöhter Blutdruck
  • Optische und akustische Pseudohalluzinationen
  • Farben und Töne werden intensiver wahrgenommen
  • Vermischung von Sinneseindrücken (Synästhesie)
  • Verlust des Ich-Gefühls

Negativen Effekte und Risiken:

  • Emotionale Turbulenzen
  • Innere Aufgewühltheit
  • Unangenehmes Magengefühl
  • Unruhe
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Konfrontierung mit negativen Gedanken
  • Auslösen einer latenten Psychose

Um möglichst keine negativen Effekte und Risiken zu erfahren, empfehlen wir dir dich aufmerksam mit der Substanz zu beschäftigen. Ein unbewusster Konsum von Drogen führt meist dazu, dass du dich nicht mit den Risiken auskennst und einen unvernünftiges Konsumverhalten entwickelst.

Psilocybin kann nicht abhängig machen, aber dennoch zu negativen Erfahrungen führen. Die Wahl der Dosis und Vorkehrungen wie das Set und Setting sind deshalb besonders wichtig. Im folgenden Kapitel möchten wir dich vollständig zur Wahl der richtigen Dosis, Vorbereitungsmöglichkeiten und zum Safer Use von psilocybinhaltigen Pilzen aufklären.

Dosierung & Vorbereitung

Kaum jemand weiß, wie viel Psilocybin sich tatsächlich in einem Pilz befindet. Dies hängt nicht nur von der Art des Pilzes ab, sondern auch von dessen Beschaffenheit, Alter und dessen Zubereitung. Wir empfehlen dir nur getrocknete Pilze zu verwenden, da sich damit die Dosis aufgrund von Erfahrungswerten besser bestimmen lässt. Wenn du dich zu diesem Thema von uns individuell beraten lassen möchtest, schaue gerne einmal hier vorbei.

Eine Alternative zu echten Pilzen ist die semi-synthetische Substanz 4-AcO-DMT, welche im Magen zu Psilocybin verstoffwechselt wird und sich um einiges einfacher dosieren lässt.

Wenn du die Zauberpilze einfach pur essen möchtest, brauchst du keine besonderen Aufbereitungsmaßnahmen treffen. Wiege die gewünschte Menge ab und konsumiere sie mit einer der typischen Formen:

  1. Essen und mit Wasser nachspülen (gründlich kauen!)
  2. Im heißen Wasser für 15 Minuten quellen lassen und dann als Tee trinken
  3. Pilze in handelsübliche Kapseln packen und runterspülen
  4. Die Zauberpilze fürs Kochen verwenden, z.B. für die Herstellung von Honig
  5. Herstellung eines Psilocybin-Extraktes mit Alkohol und Orangensaft

Du solltest deiner Quelle uneingeschränkt vertrauen können, wenn es um eine so machtvolle Substanz geht. Als nächstes solltest du dich mit der Wahl der richtigen Dosis beschäftigen.

Welche Dosis ist die richtige für mich?

Wenn du dich dafür entschieden hast Zauberpilze zu konsumieren, solltest du eine Dosis wählen, die für dich möglichst sicher ist.

Mit einer Feinwaage (unsere Empfehlung: 0,001 g Milligramm Feinwaage) kannst du im Milligrammbereich arbeiten und extrem genau dosieren.

Ohne jegliche Erfahrungen mit den klassischen Psychedelika (LSD, Psilocybin, Meskalin und DMT) empfehlen wir, eine moderate Dosis zwischen 1 und 1,5 Gramm zu wählen. 

Hast du bereits erste Erfahrungen mit den klassischen Psychedelika gesammelt, kannst du mit 1,5 – 2,5 Gramm einsteigen. Die Intensität von der Wirkung kann auch erfahrene Psychonauten überfordern, weshalb du hier nichts überstützen solltest.

Wie bereite ich mich auf Zauberpilze vor? (Set & Setting)

Wie oben bereits erwähnt, sind die Effekte von Pilzen, neben der Dosis, sehr stark von Set und Setting abhängig. Die Droge ist dafür bekannt, dass sie das verstärkt, was bereits in uns oder außerhalb von uns ist.

Set = Welches Mindset und welche Erwartungen hast du an die bevorstehende Erfahrung?
Setting = In welchem Umfeld wird die Erfahrung stattfinden?

Fragen zur Prüfung deines Sets:

  • Gibt es etwas in dir, dass du verdrängst? Die Zauberpilze werden dich unausweichlich damit konfrontieren.
  • Wie fühlst du dich in letzter Zeit? Geht es dir seelisch und körperlich gut?
  • Hast du Angst vor dem was die Zauberpilze dir zeigen werden? Oder ist es eher Respekt?

Wenn du das Gefühl hast, noch nicht das richtige Set zu haben, raten wir dir, dich mehr mit Psychedelika zu beschäftigen. Schau dir zum Beispiel mal unsere Einführung zu Psychedelika an. Um so mehr du über die Substanz lernst, umso einfacher wird es für dich, dich mental auf die Erfahrung einzustellen.

Fragen zur Prüfung deines Settings:

  • Kannst du an dem Ort des Trips du selbst sein? Könntest du dort wie ein Idiot herumtanzen?
  • Bist du unter Menschen die dich kennen und denen du auch deine größten Ängste mitteilen würdest?
  • Gibt es einen Rückzugsort an dem du alleine sein kannst?

Wenn Set & Setting sichergestellt sind, wird ein weiterer Teil der Vorbereitung sein, deine Motivation Zauberpilze zu konsumieren, abzuwägen. Frage dich einmal, was du mit der Erfahrung erreichen möchtest. 

Zauberpilze sind keine “Fire & Forget”-Droge (wie z.B. Alkohol, Amphetamine oder MDMA), die du einwerfen kannst, damit du dich besser fühlst!

Nein, sie haben die Kraft, dir dein Leben so zu zeigen, wie es wirklich ist. Und wenn du siehst wer du bist, kannst du dich auch fragen, was du daran gerne ändern würdest. Mit der richtigen Motivation kann diese Droge zu einem starken psychologischen Werkzeug werden, mit dem du deinen Geist auf eine Weise sehen und verändern kannst, die dir bisher verborgen war.

Im Kapitel “Persönliches Wachstum” haben wir außerdem noch festgehalten, wie du die Tiefe deiner Pilzerfahrung auf das nächste Level bringen kannst.

Safer Use Regeln

  1. Nimm Zauberpilze nur gut vorbereitet ein. Stelle sicher, dass Set, Setting und Dosis stimmen.
  2. Konsumiere am Besten am morgen. Das Tageslicht wird deinen Trip auf eine angenehme Weise beeinflussen.
  3. Lass deinen Trip von einem nüchternen “Tripsitter” begleiten. Vorzugsweise jemanden mit Psychedelika-Erfahrung.
  4. Die volle Wirkung entfaltet sich erst ca. 1,5 Stunden nach der Einnahme. Werfe deshalb nicht gleich nach, wenn du das Gefühl hast, dass es zu wenig ist.
  5. Konsumiere nicht auf vollen Magen, aber auch nicht auf einen leeren. Ein kleines Frühstück eine Stunde vor der Einnahme ist perfekt.
  6. Lass dich fallen, versuche nicht gegen die Wirkung anzukämpfen. Negative Erfahrungen rühren davon, dass der Konsument nicht loslassen kann und die Kontrolle behalten möchte.
  7. Nimm dir am Tag nach der Einnahme frei, damit du die Erfahrung reflektieren kannst.

Mischkonsum

Generell empfehlen wir nicht Zauberpilze mit anderen Substanzen zu mischen. Sie erzeugen alleine schon einen so starken psychedelischen Trip, dass all deine Sinne und Kapazitäten davon in Beschlag genommen werden. Mit zusätzlichen Substanzen wirst du Kapazitäten abgeben müssen und schmälerst die tiefgehende Erfahrung von Psilocybin.

Wenn du die Pilze dennoch mit einer anderen psychoaktiven Substanz mischen möchtest, haben wir dir hier unsere Erfahrungen mit Mischkonsum aufgelistet.

Zauberpilze mit Cannabis (Weed)

Cannabis verstärkt die Wirkung von Zauberpilzen stark und kann einen schwächeren Trip schnell zu einem starken machen. Pilze und Cannabis sind beides Pflanzen und deren Wirkung weist viele Parallelen auf. So beschreiben Konsumenten die Effekte bei beiden Substanzen als “rund”, “organisch” und “atmend”.

Wir wissen, dass besonders regelmäßige Konsumenten (täglich bis mehrfach wöchentlich) dazu neigen, Cannabis mit Zauberpilten zu mischen. Dies gibt ihnen meist ein vertrautes Gefühl, da es dem Pilz-Trip eine Cannabis-Note verleiht. Unserer Meinung nach schmälert das allerdings die echte Pilz-Erfahrung, weshalb wir davon abraten, selbst wenn der Trip psychisch herausfordernd wird. 

Wenn du nur selten Cannabis konsumierst, raten wir von Cannabis mit Zauberpilzen ab, da Cannabis zu paranoiden Gedanken führen kann.

Zauberpilze mit MDMA (Ecstasy)

Die Mischung aus Zauberpilzen und dem Empathogen MDMA wird Hippie Flip genannt. Die Wirkung lässt sich als ein Pilz-Rausch bezeichnen, der durch die Wirkung des MDMA einen liebevollen Touch bekommt. Die Mischung dieser beiden starken psychoaktiven Substanzen sollte jedoch nur von erfahrenen Psychedelika-Anwendern unternommen werden. Diese Substanze lassen dich neue Reize extrem intensiv wahrnehmen, weshalb Anwender oft von der starken Wirkung von MDMA überfordert werden. Viele Berichte über negative Erfahrungen mit dieser Mischung rühren von der Unerfahrenheit der Konsumenten mit mindestens einer der beiden Substanzen. 

Solltest du ausreichend Erfahrung mit beiden Substanzen haben, empfehlen wir dir die Einnahme von MDMA 3 Stunden nach der Einnahme der Pilze (stelle einen Timer!). So wirst du vom Peak des Psilocybin sanft in das MDMA übergeleitet und kannst deine Aufmerksamkeit beiden Substanzen widmen, ohne davon überfordert zu werden. 

Zauberpilze mit 2C-B

Die Wirkung von 2C-B wird von vielen Anwendern als eine “Light-Version” von LSD oder Zauberpilzen wahrgenommen. Es wird oft verwendet um einen Trip zu intensivieren oder ihn zu verlängern. Die euphorisierende Wirkung des 2C-B kann dem Zauberpilz-Trip einen gewissen Kick verleihen und ihn nochmals ankurbeln. Wenn du 2C-B mit Pilzen kombinieren möchtest, empfehlen wir das 2C-B nach dem Peak des Pilztrips einzunehmen (etwa 3,5 Stunden nach der Einnahme der Pilze).

Zauberpilze mit LSD

Psilocybinhaltige Pilze werden oft verwendet um einen LSD Trip zu intensivieren oder ihn zu verlängern. Da die Wirkung beider Substanzen als recht ähnlich beschrieben wird, gibt es keine besonderen Effekte, die durch diese Kombination auftreten.

Zauberpilze mit Ketamin

Ketamin wird in der Medizin zur Betäubung und auf dem Schwarzmarkt als Rauschmittel eingesetzt. Ketamin betäubt auf der einen Seite die Sinne, weist auf der anderen aber auch psychedelische Effekte wie Pseudohalluzinationen und ein Gefühl der Verschmelzung mit der Umwelt auf. Die Kombination mit Psychedelika ist mit Vorsicht zu genießen, da Ketamin deren psychedelischen Effekte abschwächen oder gar betäuben kann. Die führt jedoch nicht zu einem schwächeren psychedelischen Trip, sondern zu einer Veränderung der Wahrnehmung, welche ein unangenehmes Gefühl beim Anwender auslösen kann.

Wenn du Ketamin mit Zauberpilzen mischen möchtest, empfehlen wir mit einer sehr kleinen Dosis Ketamin anzufangen. 15 mg Ketamin (8 mg S-Ketamin) sind meist genug, um das Ketamin ausreichend wahrzunehmen, da Psilocybin das Ketamin verstärken wird.

Zauberpilze mit Amphetamin (Speed)

Wir raten dringend von einem Mischkonsum von Amphetamin und Zauberpilzen ab! Während die Pilz deine Wahrnehmung verstärken werden, kurbelt Amphetamin diese zusätzlich noch mächtig an. Amphetamin-Effekte wie die erhöhte Herzfrequenz, gesteigerte Aufmerksamkeit und das verringerte Schlafbedürfnis, können sich dann um ein vielfaches verstärkt anfühlen. Oft führt das zum Gefühl von Rastlosigkeit, Nervosität und Stress. 

Die Wirkung der Pilze reicht mehr als aus um die eigene Wachheit zu erhöhen. Du kannst dir sicher sein, dass du auf Zauberpilzen nicht einschlafen wirst.

Geschichte

Im Gegensatz zu synthetisierten Psychedelika wie LSD oder 2C-B, sind psilocybinhaltige Pilze schon seit Jahrtausenden in unsere Kulturen integriert. Sie werden von vielen als unglaubliches Werkzeug zum Verstehen des menschlichen Geistes angepriesen. Von 10.000 Jahre alten Höhlenmalereien bis zum Einsatz im Silicon Valley sind sie einen weiten Weg gegangen um uns bis heute nachhaltig zu verändern.

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Pilze bei den Azteken

Wie Pilze früher konsumiert werden ist vornehmlich Spekulation, wir vermuten aber, dass sie zu religiösen Praktiken eingesetzt wurden. Das abdriften in den sogenannten “blumigen Traum” empfanden die Kultur um die Azteken als eine wunderbare Methode, sich mit den Göttern zu verbinden. Nachdem Hernán Cortés im Februar 1519 loszog um das Reich der Azteken zu erobern, kehrte er mit dem “Gott-Pilz” nach Europa zurück. Bei den Azteken waren sie schwer zu finde, wehslab sie vornehmlich in der Oberschicht verwendet wurden um große Feste und Veranstaltungen zu feiern. 

Der Einzug nach Europa

In den 50er Jahren begannen die Pilze dann auch ihren Siegeszug in der westlichen Kultur. Wissenschaftler Robert Gordon Wasson nahm zu dieser Zeit in Mexiko an einer aztekischen Zeremonie teil um dann 1957 im US Time Magazine davon zu berichten. Sein Artikel “Seeking The Magic Mushroom” prägte den Begriff der Zauberpilze und führte dazu, dass sich viele Interessenten und Wissenschaftler anschließend mit dieser Gattung von Pilzen beschäftigten. Es folgten zahlreiche Studien zu den Effekten und wundersamen Heilkräften von psilocybinhaltigen Pilzen in der Psychotherapie.

Prohibition in den 60ern

Die durch die Jugendbewegung entstandene Opposition gegen das System und Gegen den Vietnamkrieg führte zu einer Spaltung der Gesellschaft in den 60ern. Die Angst vor einer Massenhalluzination und einer wild gewordenen Gesellschaft befeuerten die Abgrenzung psychedelischer Substanzen weiter. Die Konfrontation mündete mit einer Gesetzesänderung zur Kontrolle von Drogenmissbrauch im Jahr 1965 in den USA. Der starke amerikanische Einfluss sorgte kurze Zeit später dafür, dass die Vereinten Nationen  nachziehen und allen Mitgliedsstaaten Psilocybin und LSD verboten mussten. 

Das Wiedererwachen von Psilocybin 

Nach der Entdeckung und Prohibition des Empathogens MDMA wurde 1986 die “Multidisciplinary Association of Psychedelic Studies” (MAPS) von Rick Doblin gegründet. Die Organisation beschäftigt sich mit dem psychotherapeutischen Potenzial psychedelischer Substanzen. Das Interesse an psychoaktiven Substanzen wurde wieder aus dem Untergrund gehoben und zu Beginn der 90er Jahre beschlossen eine Ansammlung von Wissenschaftlern, Psychotherapeuten und sogenannten Psychonauten, dass es ander Zeit war, psychoaktive Substanzen aus ihrem Grab zu bergen.

Der offizielle Start des Wiedereinstiegs der Forschung mit psychedelischen Substanzen kann auf das Jahr 2006 datiert werden. Roland Griffiths, ein strenger und hochgeachteter Wissenschaftler, veröffentlichte eine Doppelblindstudie mit dem Titel ”Psilocybin can occasion mystical-type experiences having substantial and sustained personal meaning and spiritual significance”. Die Studie wurde von der Öffentlichkeit als besonders methodologisch genau wahrgenommen und das große Potenzial psychedelischer Forschung wurde erkannt. 

Zwei Monate nach der Studie bewerteten ihre Teilnehmer die Erfahrung mit der psychedelischen Droge Psilocybin als eine der bedeutungsvollsten Erfahrungen ihres Lebens und schrieben ihr nachhaltige positive Veränderungen ihrer Einstellungen und Verhalten zu.

Generell wird bei wissenschaftlichen Studien bevorzugt Psilocybin verwendet. LSD ist in den Köpfen der Allgemeinheit wesentlich stärker vorbelastet, wohingegen Psilocybin, welches in frei wachsenden Pilzen vorkommt, besser angenommen wird. Um Studien mit Testpersonen von der Regierung genehmigt zu bekommen, wird deshalb meist Psilocybin verwendet, wessen Effekte sich ohnehin nur gering von LSD unterscheiden.

Pharmakologie

Psilocybin ist eine mächtiges Medikament, schon kleine Mengen können tiefgreifende psychologische Änderungen im Patienten auslösen. Die Wirkung, welche 4 – 8 Stunden anhält, ist stark vom inneren Zustand und dem akuten Umfeld des Patienten abhängig. Diese Faktoren werden auch Set & Setting genannt und sind vor jeder Einnahme gründlich zu prüfen.


Die beiden psychoaktiven Stoffe in Zauberpilzen sind Psilocybin und Psilocin. Für die berauschende Wirkung ist aber hauptsächlich Psilocin verantwortlich, welches im Verdauungstrakt aus Psilocybin umgewandelt wird. Bei einer nicht oralen Konsumform von Psilocybin werden aber die gleichen psychedelischen Effekte ausgelöst. Für den Anwender macht also keinen Unterschied, ob das Psilocybin in Psilocin umgewandelt wird oder nicht.

Wie wirkt Psilocybin im Gehirn?


Induziert in den menschlichen Körper, bindet sich Psilocybin/Psilocin an verschiedene Serotonin Rezeptoren, primär an den Typ 5HT2A. Dieser kommt vor allem im präfrontalen Cortex unseres Gehirns an, welcher an unserer kognitive Planung, Persönlichkeit, Entscheidungsfindung und Sozialverhalten beteiligt ist. Dieser Teil des Gehirns wird auch “Default Mode Network” (DMN) genannt, da er eingeschaltet wird, wenn wir uns gerade auf nichts besonderes konzentrieren – der Standard-Betriebsmodus unseres Gehirns.

Diese Serotonin Rezeptoren werden verlangsamt, weshalb deren Kommunikationsfähigkeit erheblich eingeschränkt wird. Dies führt zur bekannten Persönlichkeitsauflösung und das Default Mode Network wird immer irrelevanter und rückt in den Hintergrund. Die anderen Hirnareale scheinen von dieser Tatsache zu profitieren, da sie nun mehr Ressourcen und Potenzial haben, miteinander zu kommunizieren.

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Diese teilweise chaotischen Verbindungen führen zu Effekten wie Synästhesien (Vermischung der Sinne: Farben schmecken, Musik sehen) und neuen Sichtweisen des Patients auf bisherige Einstellungen und Probleme. Die Entropie des Gehirns wird derart verstärkt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Veränderung der Persönlichkeit nachhaltig erhöht wird, wie in dieser Studie aus 2016 nachgewiesen wurde.

Toxizität

2010 wurden bei der weltweit größten Klassifikationsstudie Drogen auf ihre Schädlichkeit für das Individuum und dessen Umfeld umfassen getestet. Psilocybinhaltige Pilze wurden unter allen Drogen als die am wenigsten schädliche Substanz klassifiziert.


Weitere Studien aus den Jahren 2000 – 2011 kamen zu einem ähnlichen Ergebnis. Da die Wirkung von Psilocybin nicht abhängigkeitserzeugend ist und die WIrkstoffe eine winzige Giftigkeit aufweisen, bestehen die Gefahren der Pilze hauptsächlich in psychischen Risiken.

Risiken und Gefahren

Es gibt keinen nachgewiesen Tod eines Menschen, der auf das Verwenden von Psilocybin zurückzuführen war. Weiterhin gibt es keine bekannten Langzeitnebenwirkungen. 

Der größte Risikofaktor eines Psilocybin-Rausches sind die akuten psychologischen Effekte, welche besonders bei der Einnahme von psychisch labilen Personen auftreten. Psilocybin verstärkt die inneren Zustände eines Menschen. Negative Erfahrungen werden nicht davon erzeugt, sondern entstehen durch die Verstärkung der bereits vorhandenen negativen Denkweise. 

Die Tiefe und Stärke einer Psilocybin-Erfahrung kann sich manchmal überwältigend und herausfordernd anfühlen, die Risiken sich selbst oder anderen langfristig zu schaden sind jedoch verschwindend gering.

Persönliches Wachstum

Wissenschaftlicher wie Albert Hofmann, Erfinder des LSD, erkannten schon früh nach der Entdeckung von Psychedelika deren Potenzial und nannten sie “eine vielversprechende Substanz für die Psychotherapie”. Dies bestätigten zahlreiche Studien in den 50ern und 60ern.

Abseits des offiziellen psychotherapeutischen Einsatzes, fanden sie schnell den Weg in die Öffentlichkeit. Während der Jugendbewegung der 60er in den USA, wurde LSD zum Leitsymbol der Gegenbewegung zum Vietnamkrieg. Nach der Prohibition wurde LSD in den Untergrund gedrängt, von wo es bis heute von Millionen von Menschen weltweit konsumiert wird.

Eine Studie aus dem Jahr 2018 weist eine erhöhte Fähigkeit des Gehirns auf Psychedelika nach, neue Verbindungen zwischen Neuronen zu schaffen und damit die größere Wahrscheinlichkeit, nachhaltige persönliche Änderungen zu schaffen.

Bei Fragen zu diesem Thema oder Interesse, unsere professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, bewirb dich hier gerne für ein kostenloses und individuelles Beratungsgespräch.

Es gibt unzählige Berichte von Menschen, die nach eigener Aussage ihr Leben dank Psilocybin zum positiven verändert haben. Diese Zauberpilze sind keine, wie im Volksmund geglaubt, Drogen zum vergessen der eigenen Realität. Nein, sie verstärkt die Realität und lässt viele Anwender das erste mal erkennen, wie sie selbst funktionieren und warum sie so sind wie sie sind – was dann dazu führt, dass sie sich in den Aspekten ändern möchten, mit denen sie noch nicht zufrieden sind.

Wie du Psilocybin zur Persönlichkeitsentwicklung einsetzen kannst

Um sich selbst zu ändern, ist die Fähigkeit, sich mit sich selbst auseinandersetzen zu können, unerlässlich. In unserer moderne, effizienz getriebenen Gesellschaft, scheint diese Fähigkeit schrittweise verloren zu gehen. Über sich selbst nachzudenken scheint nicht gut fürs Geschäft zu sein, wir Menschen werden von einem Reiz (Handy, Netflix, Nikotin) zum nächsten geschleift. Sich langweilen zu können (der Zustand in dem wir frei denken) ist zu einem Skill geworden.

Um dem entgegenzuwirken gibt es viele Möglichkeiten, das Besuchen von Seminaren, Bücher lesen, tägliche Routinen starten, Meditation.

Psilocybin ist sozusagen der Crashkurs.

Sorge bei einem Zauberpilz-Trip dafür, dass es für dich die Möglichkeit gibt, dich zurückzuziehen. Alleine sein auf Psychedelika ist die Zeit, die so unglaublich heilend sein kann. Manchmal wirst du dich dazu zwingen müssen, da sich der Trip überwältigend anfühlen kann. Versuche immer an deine Motivation zu denken, warum du Psilocybin konsumiert hast. Du willst etwas über dich und dein Leben lernen und Psilocybin bietet dir eine einmalige Möglichkeit dafür.

Die Zettelmethode

Wir möchten dir eine Methode für Persönlichkeitsentwicklung mit LSD verraten, die wir für besonders einfach aber effektiv halten:

Nehme dir einige Zeit vor deinem Trip einen Zettel und überlege einmal, welche Dinge dich aktuell in deinem Leben beschäftigen, oder dich sogar schon seit längerem bedrücken. Das kann soetwas sein wie die Beziehung zu deinem Vater, die Wahl deines Berufs, deine Erwartungen an deinen Partner. Schreibe die Themen als Überschriften auf den Zettel und lass dazwischen ein paar Zeilen Platz.

Ich weiß, während der Psilocybin-Erfahrung kann sich das manchmal wie eine Überwindung anfühlen, aber bringe dich nun während des Trips dazu, dir den Zettel anzuschauen. Du liest die erste Überschrift und fängst an darüber nachzudenken. Du wirst sehen, es wird dir das erste mal möglich zu sein, deine Probleme wie aus der Perspektive einer dritten Person wahrzunehmen. Irgendwann wirst du zu einem Ergebnis kommen, beispielsweise “ich rufe meinen Vater am Montag an”. So gehst du die einzelnen Themen durch und notierst die Ergebnisse.

Wenn du nun deinen ausgefüllten Zettel am darauffolgenden Tag rausholst, passiert etwas erstaunliches. Es wird sich so anfühlen, als ob jemand anders die “Lösungen” auf die Probleme geschrieben hat. Aber jemand, der dich so gut kennt, wie du dich nicht einmal selbst kennst. Du wirst einfach wissen, dass die Antworten wahr sind und dir wird klar werden, dass dies die Lösungen zu deinen Problemen sind und du wirst sie als deine neue Wahrheit anerkennen.

FAQ

Wie wirkt Psilocybin verglichen mit LSD?2020-01-03T11:48:12+01:00

Psilocybinhaltige Pilze erzeugen beim Microdosing grundsätzlich sehr ähnlich Effekte zu LSD: Stimmungsaufhellung, Konzentrationssteigerung, optimiertes Alltagsbewusstsein.

Einige Nutzer sprechen von einem weniger intensivem „Körper-High“ bei Pilzen, welches einfacher zu handhaben ist. Diese Nutzer bevorzugen meist auch bei einer vollen Dosis der jeweiligen Substanz das Psilocybin.

Der Unterschied zwischen beiden Substanzen kann von Nutzer zu Nutzer sehr unterschiedlich sein. Wir können deshalb keine Empfehlung geben mit welcher Substanz du dich besser fühlen wirst.

Was bedeutet Set und Setting?2020-01-03T10:19:21+01:00

Set und Setting haben einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Erfahrung eines „Trips“ mit psychedelischen Drogen.

Set = Welches Mindset und welche Erwartungen hast du an die bevorstehende Erfahrung?
Setting = In welchem Umfeld wird die Erfahrung stattfinden?

Psychedelika sind dafür bekannt, dass sie das verstärken, was bereits in uns oder außerhalb von uns ist. Deshalb sind psychedelische Trips oft von Erfahrung zu Erfahrung so unterschiedlich. Gerade verglichen mit anderen Drogen ist es bei Psychedelika deshalb so wichtig, vor der Erfahrung das richtige Set und Setting sicherzustellen.

Wenn du mehr zum sicheren und verantwortungsvollen Gebraucht psychedelischer Substanzen wissen möchtest, besuche unsere Infoseite zu allen Psychedelika wie LSD, Pilzen und mehr.